Materialkosten erhöht

Meßdorfer Glocken: Spendenziel fast erreicht

Ein abfotografiertes Bild der großen Glocke aus der Meßdorfer Kirche.
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Im kommenden Jahr sollen neben der großen Glocke auch wieder die Berg- und die Bauernglocke in der Meßdorfer Kirche erklingen.
  • VonLina Wüstenberg
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  • Lisa Maria Krause
    Lisa Maria Krause
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Die Kosten für das Meßdorfer Projekt, zwei Ersatzglocken für die während des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmten Klangkörper gießen zu lassen, haben sich aufgrund der allgemeinen Preissteigerung auf 72 100 Euro erhöht.

Meßdorf - Wie Uwe Lenz der AZ allerdings auch berichtet, kamen alleine dank Spenden inzwischen 12 000 Euro zusammen.

Mit dem Vervollständigen der Glocken soll die Sanierung der Meßdorfer Kirche nach 25 Jahren im kommenden Jahr abgeschlossen werden (AZ berichtete). Norbert Lazay, Pfarrer aus Gladigau, und Lenz, Ortsbürgermeister von Meßdorf und Diplomhistoriker, setzen sich persönlich für die Vervollständigung des Geläuts ein. Wenn es nach ihnen geht, sollen bald nach 80 Jahren die Bauern- und die Bergglocke in Meßdorf wieder erklingen.

Die Menschen waren anscheinend in der vergangenen Zeit bereit, einiges zu spenden. Die Spenden kamen dabei nicht nur von Mitgliedern der Kirche. „Ich bin froh, dass ein Dorf so viel Geld zusammenbekommen hat“, freut sich Lenz. Vor allem auf den vergangenen 23. Internationalen Meßdorfer Musikfesttagen konnte einiges an Spenden gesammelt werden. Insgesamt sollen sie ein Viertel der Gesamtkosten tragen.

Pfarrer Norbert Lazay (l.) und Ortsbürgermeister Uwe Lenz freuen sich auf die neuen Glocken.

„Wir haben eine Dreier-Finanzierung“, konkretisiert der Ortsbürgermeister, wie das Geld schlussendlich zusammenkommen kann. Die Finanzierung besteht aus dem Leader-Föderprogramm, den Spendengeldern sowie den Geldern der Kirchengemeinde. Vom Förderprogramm erhalten sie 50 500 Euro, jedoch wurde ein Antrag auf Erhöhung gestellt. Ob diesem zugestimmt wird oder nicht, weiß Lenz bisher noch nicht. Was dann noch fehlt, wird von der Kirchengemeinde finanziert.

Das Geld wird in die Herstellung der Glocken, des Jochs und der Klöppel sowie in die Sanierung des Glockenstuhls investiert. Ein Glockengießer bei Heilbronn hat den Zuschlag bekommen, sodass das Gießen bereits im November beginnen kann. „Wir haben uns auch für eine schlichte Inschrift entschieden“, berichtet Lenz von der inzwischen feststehenden Gestaltung der Glocken.

Die Bergglocke wird zukünftig als Taufglocke genutzt und die Bauernglocke als Trauglocke. Wann genau die beiden Klangkörper zu hören sein werden, kann Lenz noch nicht sagen. „In diesem Jahr wird es sicherlicher nichts mehr“, gibt er zu. Am 17. Januar 1942 wurden die Bauern- und die Bergglocke damals zu Rüstungszwecken demontiert und abtransportiert.

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