Spatenstich läutet Beginn des Bauvorhabens ein

Meilenstein für Schinner Sporthalle: Fördergelder abgerufen

Architekt Olaf Klautzsch (v.l.), Michael Mauer, Schulleiterin Marion Seider, Ralf Berlin und Annegret Schwarz zeigten eine Visualisierung der künftigen Sporthalle.
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Architekt Olaf Klautzsch (v.l.), Michael Mauer, Schulleiterin Marion Seider, Ralf Berlin und Annegret Schwarz zeigten eine Visualisierung der künftigen Sporthalle.

Schinne – Darauf haben die Schinner lange gewartet: Am Freitagvormittag erfolgte auf dem Gelände der Grundschule im Beisein zahlreicher Gäste der erste Spatenstich zum Bau der neuen Sporthalle. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt circa 1,5 Millionen Euro.

Die Schinner Kinder sorgten bei kühlen Temperaturen mit einem Lied für etwas Bewegung.

Es hätte keinen besseren Tag für den ersten Spatenstich zur neuen Sporthalle für die Vereine, die Grundschule und den Kindergarten „Schinner Knirpse“ geben können. Die Sonne lachte mit Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Annegret Schwarz, die am Freitag Geburtstag feierte, um die Wette. Endlich konnte es losgehen. Auf dem Schulhof versammelten sich dazu nicht nur die Kinder der Grundschule und des Kindergartens, sondern auch zahlreiche Vertreter aus Politik, darunter der stellvertretende Landrat Sebastian Stolz sowie Stadtrats-Vorsitzender Andreas Cosmar. Der Einladung folgten aber auch Vertreter der örtlichen Vereine und weitere Bürger Schinnes, um bei diesem ehrwürdigen Moment dabei zu sein.

Jason und Helene aus der vierten Klasse trugen ein Gedicht zur neuen Sporthalle vor.

„Es gibt ein Sprichwort, welches für heute eigentlich alles aussagt“, eröffnete Annegret Schwarz die Veranstaltung. „Es macht nichts, wenn Ziele in weiter Ferne sind. Die Hauptsache ist, es wird daran gearbeitet.“ Denn der aktuelle Anlauf war nicht der erste, um in Schinne eine neue Sporthalle zu errichten. Doch er wird als jener in die Ortschronik eingehen, der den Bau letztlich möglich machte. „Das ist ein Tag, der für alle große Freude bedeutet. Das war ein langer und steiniger Weg. Doch unsere Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit hat sich ausgezahlt“, so Schwarz, die den ersten Spatenstich eigentlich selbst mit dem Bagger durchführen wollte. „Ich bin jetzt seit 2010 in Bismark und habe seither viele Anträge für diese Sporthalle bearbeitet. Auch jetzt sah es kurzzeitig so aus, als würde es nichts werden, obwohl wir auf der Prioritätenliste standen. Doch dann kam der Zuwendungsbescheid.“

Der Bürgermeisterin waren die Erleichterung und Freude anzusehen. Sie hielt aber auch nicht damit hinterm Baum, dass sie das auf gar keinen Fall allein erreichen konnte. „Mein Dank gilt den Planern des Architekturbüros Klautzsch und meinem gesamten Team, welches daran mitgewirkt hat. Ich danke aber auch unseren Stadträten für unzählige, intensive Diskussionen sowie den Bürgern Schinnes“, fuhr Schwarz fort und zeigte sich zuversichtlich: „Der 13. Dezember ist kein schlechtes Datum. Nächstes Jahr um diese Zeit soll die Halle stehen.“

Im Vorfeld des Spatenstichs hatte Annegret Schwarz die Schinner Kinder auf dem sozialen Netzwerk Facebook aufgefordert, schon einmal ein Programm einzustudieren. Das ließen diese sich natürlich nicht zwei Mal sagen. Jason und Helene aus der vierten Klasse trugen ein Gedicht vor, welches nicht passender hätte sein können. Dieses hatte Klassenlehrer Detlef Rose selbst geschrieben. Im Anschluss daran gaben die Mädchen und Jungen noch ein Lied zum Besten und sorgten bei kühlen Temperaturen für etwas Bewegung unter den Gästen.

Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP) stellte heraus, dass er sich seit über 30 Jahren und damit mehr als der Hälfte seines Lebens in der Kommunalpolitik aktiv ist und sich immer für Kinder und Jugendliche engagiert hat. „Das schwierigste Problem war dabei die Sporthalle“, so der Schinner. „Wir haben seit 2008 bereits sieben Anläufe genommen und waren nicht erfolgreich. So richtig hat wohl niemand mehr daran geglaubt“, sagte Berlin weiter und richtete seinen Dank an Annegret Schwarz, seine Mitstreiter und Vorgänger im Amt des Ortsvorstehers.

Bevor nun aber der erste Spatenstich erfolgte, zeigten die Einheitsgemeinde Bürgermeisterin und Architekt Olaf Klautzsch eine Visualisierung, wie die Halle einmal aussehen wird. Dieses Bild soll nun in der Schule ihren Platz finden, bis das Original letztlich fertig ist.

Bis die Bauarbeiten nun tatsächlich starten, wird es noch einige Zeit dauern. „Wir haben aktuell die Baugenehmigung beim Landkreis beantragt“, erklärte Schwarz. Sobald diese vorliegt, sollen die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke verschickt werden. An den Texten dazu wird bereits gearbeitet.

Insgesamt soll die Sporthalle etwa 1,5 Millionen Euro kosten. Davon kommen knapp 680 000 Euro aus dem Förderprogramm des kommunalen Sportstättenbaus, 212 000 Euro kommen als Fördermittel für die Schulinfrastruktur hinzu.

Der Eigenanteil der Einheitsgemeinde Bismark beträgt 600 000 Euro. Die ersten Fördergelder sind laut Annegret Schwarz für Planungsleistungen bereits abgerufen worden.  srü

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