Dessauer Familie wurde von Daniela Pantel und zwei FÖJlern auf Ferienhof Büste betreut

Auf der Medusa zum Bierdiplom

Auf der Medusa: (v.l.) Tamino Weinelt, Anna Scholz, Benny Scholz, Jennifer Scharnau, Daniela Pantel, Christoph Tiborski. Foto: psc

Büste. Seit über acht Jahren verzeichnet der Ferienhof „Altmark“ in Büste mit Eigentümerin Eva-Maria Hevekerl einen hohen Anspruch in der Bewirtung, Service sowie den zahlreichen Veranstaltungen. Der Zuspruch für diese ländliche Idylle hat dadurch ständig zugenommen.

Verwalterin dieser Ferienanlage ist Daniela Pantel. Sie selbst absolvierte 2008 hier ein Freiwilliges Ökologischen Jahr (FÖJ), und ist seit dieser Zeit eine feste Größe auf dem Ferienhof. Nebenbei absolviert sie noch eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus.

Der Verwalterin sind zur Zeit zwei FÖJler unterstellt, seit September 2011 Jennifer Scharnau aus Kläden und seit Februar 2012 Christoph Tiborski aus Meßdorf. In den vergangenen acht Jahren haben die auf dem Ferienhof eingesetzten FÖJler nach ihrem Einsatz einen festen Arbeitsplatz bekommen, berichtet Pantel. Die Jugendlichen lernen, „eigenständig zu handeln“. Beispielsweise wird keiner vom Wäsche waschen verschont. Aber auch der spätere Berufswusch spielt eine Rolle. Jennifer Scharnau möchte Tierpflegerin werden.

Auf dem geräumigen Hof warten verschiedene Tierarten auf Streicheleinheiten. Absoluter Star unter den einheimischen Tieren ist die „Schönste Sau der Altmark mit den goldenen Haaren“ auch bezeichnet als „Goldene Sau Amanda“. Außerdem gehören weiterhin Meerschweinchen, Kaninchen, eine Katze und vier Ziegen zu dem Streichelgehege des Ferienhofs. Laufenten, Hühner sowie Achatschnecken aus Zentralafrika ergänzen den tierischen Bestand. Der geräumige Hof und die Gartenanlage laden außerdem zum Toben und Spielen ein. Im Garten legt Pantel großen Wert darauf, dass das Kräutergehege eingerichtetwurde und weiter gepflegt wird. Eine Teespirale sorgt für ein umfangreiches Angebot. Alte Kartoffelsorten werden jährlich in der Pflanzzeit gesetzt und dann zu den Hoffesten verkostet.

Aus dem Garten werden zahlreiche Obstsorten geerntet und diese der eigenen Marmeladenverarbeitung zugeführt. Diese Marmeladearten können die Gäste ebenfalls probieren. Eine große Spielscheune sorgt derweil für Spaß bei den jüngeren Gästen, bei gutem und schlechtem Wetter. Der Mittelpunkt dieser Scheune ist das Piratenschiff „Medusa“. Auch Tischtennis, Kicker, Bobbycars, sowie Tobe- und Klettermöglichkeiten sind gegeben, nicht nur für Schulklassen.

Beim Brauen das eigene

Bierdiplom erhalten

Auch Familienfeiern und Kindergeburtstage können in Büste gefeiert werden. Bis zu 20 Personen haben da Platz. Schwerpunktmäßig kamen bisher Feriengäste zumeist aus dem Raum Berlin, die insbesondere die ländliche Idylle suchten.

Grillabende und geselliges Beisammensein gehört ebenso zum Programm wie die Piraten-, Indianer- und die Mittelalterwochen. Zusatzprogramme sind außerdem möglich, wie beispielsweise Kräuterseminare. Der Monat Mai ist dem Filzen vorbehalten. Auch die Winterabende werden unterhaltsam gestaltet. Da schauen oft Irmgard Pantel und die Brunauer Spinnfrauen vorbei und führen den Gästen die „alte Spinnkunst“, sowie auch „alte Handarbeitstechniken“ vor. Erwachsene können ihr Hopfengetränk einmal selbst brauen, und erhalten dafür sogar ein Bierdiplom. Den Kindern wird unter anderem gezeigt, wie aus der Milch Käse wird. Der „Hexenkeller“ lädt zum Gruseln ein oder zu einem Glas Wein oder Bier.

Auch die nähere Umgebung von Büste lädt zu Radtouren und Wanderungen ein, schließlich kann im unmittelbar am Dorf gelegen Vogelschutzgebiet die Fauna und Flora aus nächster Nähe betrachtet werden.

In der Vorosterzeit hatte Familie Scholz aus Dessau das Angebot des Büster Ferienhofes wahrgenommen. Ein paar Tage nutzten die Feriengäste aus der Region Anhalt, um mit Bastelarbeiten und körperlicher Betätigung bei Sport und Spiel die Annehmlichkeiten des Büster Ferienhofes genießen zu können. Dabei wurden sie reichlich und liebevoll von der Verwalterin und den beiden FÖJlern bewirtet und betreut.

Von Paul Schaper

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