Letzte Vorstellung des Musicals „Israel in Ägypten“ in Bismarker Mehrzweckhalle / Moderne Form begeistert

Wo Manager die Heuschrecken sind

Mit dem Pharao (Hanna Mertens) war über einen Auszug der Kinder Israels aus Ägypten nicht zu verhandeln.

Bismark. Seit einigen Wochen ziehen mehr als 100 Musicaldarsteller, Musiker sowie Techniker durch die Altmark.

In diesem Jahr erzählt das Musicalprojekt Altmark die Geschichte von „Israel in Ägypten“ und war am Sonntag zur Abschlussvorstellung in der Bismarker Mehrzweckhalle zu Gast. Die Sitzplätze vor der Bühne waren alle belegt und nur oben auf der Tribüne waren noch einige Sitzplätze frei. So groß war der Zuspruch zur letzten Aufführung der Bibel-Geschichte. Im Musicalprojekt Altmark sind die Kinder- und Jugendchöre aus Arendsee, Bismark, Beetzendorf, Osterburg und Salzwedel unter der Leitung von Friedemann Lessing, dem Osterburger Kirchenkantor, vereinigt.

Ob bei den jüngsten Darstellern oder den Erwachsenen – es war ihnen anzumerken, dass das Musical ihnen auch in diesem Jahr wieder großen Spaß gemacht hat und sie sich freuten, so viele Menschen in den Bann der christlichen Geschichte gezogen zuhaben. Das Musical „Israel in Ägypten“ kam in einer etwas modernen Form daher. Denn zu Beginn saßen Emma Blauert, Max Bersiner, Marlen Muhl und Anna Luisa Strauer, jeder mit Laptop, auf der Bühne und klickten sich durchs Internet. Auf der Suche nach Informationen über das Christentum. Erzählt wird die Bibel-Passage, als die Kinder Israels Ägypten verlassen wollten. Aber: Der Pharao wollte seine Sklaven nicht ziehen lassen. Dann trat Moses auf den Plan und belegte nach einem Gespräch mit Gott das Land mit zehn Plagen.

So trugen die Millionen von Fröschen in der modernen Form ein Facebook-Symbol und die Heuschrecken waren Manager in schwarzen Anzügen. Nachdem das Land Ägypten an den zehn Plagen fast zugrunde gegangen war, ließ der Pharao die Kinder Israels ziehen. Moses teilte das Meer, die Menschen flüchteten vor den Häschern des Pharao ins gelobte Land und die Verfolger kamen in den Fluten um.

Knapp eineinhalb Stunden zeigten die Mädchen und Jungen die Geschichte der Bibel auf etwas moderne Art. Als Dank für die vielen Mühen der Auftritte in den vergangenen Wochen gab es auch in Bismark vom Publikum tosenden Applaus.

Mit dem Stück „Israel in Ägypten“ haben die Mitwirkenden wieder einmal gezeigt, dass man auch mehr als 100 Mitwirkende aus fünf Kinder- und Jugendchören so gut zusammen führen kann, dass ein kleines Meisterstück entsteht.

Von Maik Bock

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