Bürgermeisterin: Aus schmerzt noch immer / Gebäude steht seit 2014 leer

Lernort ade: Stadt verkauft frühere Grundschule in Dobberkau

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Die Kletterpflanzen waren und sind ein Markenzeichen des Schulgebäudes. Das Mausgrau der Fassade wird zu einem beachtlichen Teil dadurch verdeckt.

Dobberkau – Die Einheitsgemeinde Bismark will die frühere Grundschule in Dobberkau loswerden. „Wir als Kommune können das Gebäude einfach nicht halten“, meint Bürgermeisterin Annegret Schwarz. Der DDR-Bau steht leer.

Schüler und Lehrer haben ihn 2014 verlassen, die Kinderzahlen reichten für den Fortbestand nicht mehr aus. „Das Aus tut immer noch weh, den Dobberkauern, der Gegend, mir. “ Der Verkauf habe nun oberste Priorität.

Der Komplex liegt idyllisch am Wald. Auf dem Schulhof schießt vereinzelt Unkraut in die Höhe. Doch das Areal macht noch immer einen recht gepflegten Eindruck. Wer durch die Fenster im Erdgeschoss schaut, sieht noch einige Tische und Unterrichtsmaterial, als sei der Lernort erst gestern verlassen worden. „Es gibt immer wieder einmal einen Interessenten, doch bislang hat es am Ende leider noch nicht gepasst“, sagt die Christdemokratin im AZ-Gespräch.

Schwarz kann sich die ehemalige Schule gut als Versammlungsort vorstellen. „Dort könnten Seminare und andere Veranstaltungen stattfinden.“ Die Infrastruktur drum herum könne sich auch sehen lassen: Sporthalle, Kegelbahn, Dorfgemeinschaftshaus, Freibad Möllenbeck,... Dass das Objekt verkauft werden soll, dafür gebe es vom Bismarker Stadtrat natürlich grünes Licht, auch sei die Sache mit dem Ortschaftsrat besprochen worden.

„Wir wollen und müssen den Verkauf angehen.“ Schon wegen der Zeit, die vergeht. Noch seien Grundstück und Gebäude in einem ordentlichen Zustand. Jeder Monat, der verstreiche, könnte daran etwas ändern. Die Kommune will das Objekt selbstständig vermarkten, lässt es aber auch über die Initiative „Luxus der Leere“ anbieten. „Es muss eine Lösung für das Schulgebäude gefunden werden, es wäre sonst schade“, findet Schwarz. Ein Abriss sei kein Thema.

VON MARCO HERTZFELD

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