Zwei neue Helfer ab August

Bismark: Leiterin der Mobilen Jugendarbeit wechselt zum Jugendfreizeitzentrum

Tessa Paul steht vor der offenen Tür des Jugendtreffs.
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Der ein oder andere aus der Einheitsgemeinde wird Tessa Paul schon von der Mobilen Jugendarbeit kennen. Ab August übernimmt sie die Leitung des Kinder- und Jugendfreizeitzentrums in Bismark.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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„Ich habe mich geärgert, denn es wurde mir damals schon einmal angeboten“, berichtet Tessa Paul der AZ. Nachdem die Zuständige für die Mobile Jugendarbeit (Mo-Bi) in der Einheitsgemeinde damals noch die Stelle als Leiterin des Bismarker Kinder- und Jugendfreizeitzentrums (JFZ) ablehnte, habe sie etwas später schon ihren Vorgesetzten mitgeteilt, dass sie sie gerne übernehmen würde, sollte die Stelle wieder frei werden. 

Bismark - Und nun ist es soweit: Ab August, also der kommenden Woche, ist Paul offiziell die neue Leiterin des Bismarker JFZ.

„Ich habe das hier mitverfolgt und schon viel mitgemacht.“ Besonders in der Corona-Zeit mit hohen Inzidenzen, als die Mo-Bi nicht stattfinden konnte, habe sie viel im JFZ geholfen. „Ich habe mich an die Jugendlichen gewöhnt und sie an mich“, erklärt Paul. Die Leitung nun zu übernehmen war für sie einfach logisch.

Die in Stendal geborene Altmärkerin war noch in ihrer Kindheit nach Flensburg umgezogen, aber nach der Schulzeit zog es sie zurück in die Altmark. „Nach dem Abschluss habe ich hier an der Berufsschule in Stendal meine Ausbildung gemacht, erst Kinderpflege, dann Erzieher“, berichtet die zukünftige Leiterin. Fast zwei Jahre seit Oktober 2019 war sie für die Mo-Bi zuständig. Genau ins Corona-Jahr 2020 hinein übernahm der Internationale Bund die Trägerschaft des Jugendtreffs, was die Arbeit erheblich erschwerte. Zwischendurch musste das JFZ komplett schließen, auch aus Personalmangel.

Nun will Paul durchstarten und unter anderem mithilfe von Profilen für das JFZ auf Facebook und Instagram die Aktivitäten sichtbarer machen. Große Pläne gibt es eigentlich nicht, aber: „So ein paar Pläne hat man immer“, sagt Paul. Sie möchte erst einmal sehen, was die Jugendlichen interessiert. „Ganz oben auf der Liste steht die Entfernung der Einbauwand.“

Wenn das Regal einmal weg ist, sollen die Sofas umgestellt werden, um einen Raum zum Basteln zu schaffen. Außerdem hätten sich die Jugendlichen gewünscht, die Wände neu zu gestalten. „Wir haben tatsächlich schon überlegt, ein Graffiti-Projekt daraus zu machen. Dinge, die Kinder selbst machen, damit gehen sie immer pfleglich um.“ Ebenso wünschen sich die Jugendlichen Turniere mit einem Fußball-Videospiel. Paul denkt dabei vor allem an freitags oder samstags, wo es sich am meisten lohnen würde.

Auch einmal die Woche gesund kochen kann sie sich mit den Kindern vorstellen. „Das haben sie selbst früher mit uns im Jugendzentrum in Flensburg gemacht. Das gemeinsame Kochen und Essen stärkt das Gruppengefühl“, berichtet sie. Die Idee für einen Adventsbasar aus dem vergangenen Jahr könnte diesen Winter vielleicht umgesetzt werden.

Mit Pauls Wechsel ist die Stelle für die Mo-Bi nun vorerst vakant. Laut Teamleiter Julian Reinecke habe sich bisher auch niemand auf die Ausschreibung gemeldet. „Das ist schade. Gerade jetzt nach Corona sind es wichtige Monate.“ Immerhin kommen ab August zwei neue Helfer aus einem Arbeitsgelegenheiten-Projekt im JFZ dazu.

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