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Gruppe Mittlere Altmark mit Ausstellung und Almanach gedacht

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Von: Lisa Maria Krause

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Jemand hält den Ordner mit dem Almanach in den Händen.
Der Almanach der Leader-Gruppe Mittlere Altmark soll eine Zusammenfassung der dieses Jahr zu Ende gehenden Förderperiode bieten. Bevor die Gruppe gespalten wird, soll es auch noch eine Ausstellung geben. © Hartmann, Stefan

Noch bis Ende des Jahres gibt es die Leader-Gruppe Mittlere Altmark. Eine Ausstellung und ein Almanach sollen die Arbeit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) darstellen.

Bismark/Altmark - Ganz einfach ist der Abschied nicht, gibt Dr. Wolfgang Bock vom Leader-Management gegenüber der AZ zu.

„Es tut schon weh“, erklärt Bock, „Das sage ich ganz ehrlich.“ Schließlich arbeite er seit 2003 mit Verena Schlüsselburg, Vorsitzende der LAG aus der Einheitsgemeinde Bismark, und Heike Winkelmann, ebenfalls Leader-Management, zusammen. „Da hängt so viel Herzblut dran.“

Die Gruppe selbst, als auch das zu fördernde Gebiet sei über die Jahre immer größer geworden. „Da ist es dann ein kleiner Stich ins Herz, dass das dann auseinanderbricht.“ Verbitterung will Bock damit aber in keiner Weise ausdrücken. Für ihn ist das Aufbrechen der LAG in zwei neue Gruppen auch in gewissem Sinne eine Zäsur, aber sie müssten der nächsten Gruppe da Glück wünschen, findet Bock.

„Wir wollen schon ewig gern ins Landratsamt“, berichtet der Leader-Mitarbeiter zu der Ausstellung. Die zehn Ausstellungstafeln seien bereits seit dem Herbst fertig, doch die Corona-Regeln schoben der Ausstellung, die frei zugänglich gemacht werden soll, einen Riegel vor. Denn die meisten Ämter und Behörden begrenzten lange Zeit Besucherzahlen.

Als ersten Standort wünscht sich Bock das Foyer im Stendaler Landratsamt, aber auch das Landesverwaltungsamt habe Interesse angemeldet. Schließlich sollte die Ausstellung mit einer Tagung ursprünglich 25 Jahre Leader-Förderung in Sachsen-Anhalt im Sommer 2020 zelebrieren. Bekanntlich funkte die Pandemie dazwischen.

„Wir brauchen das Ok, dass wir ausstellen dürfen“, erläutert Bock und hofft, dass es mit den neuen Regeln möglich wird. Denn: „Wir konnten und wollten auch nicht irgendwo ausstellen, wo keiner sich das anschauen kann.“ Deshalb heißt es abwarten, eine genauere Zeitspanne kann nicht genannt werden.

Insgesamt seien drei Ausstellungen geplant, teilt er mit: Neben Stendal auch in Wittenberg und im Gebiet der LAG Flechtlinger Höhenzug im Landkreis Börde. Von dem Almanach, der die vergangene Förderperiode der LAG Mittlere Altmark von 2017 bis 2021 zusammenfasst, wurde nur eine kleine Auflage von 100 Stück gedruckt, wie Bock berichtet.

Darin enthalten sind vor allem Pressemitteilungen und Berichte von abgeschlossenen Projekten. Das Heft sei als Dankeschön für die ehrenamtlichen Mitarbeiter gedacht. Aber auch der Vorstand und verschiedene Ministerien erhalten Exemplare.

Für die Gestaltung und den Druck gab das Leader-Management etwa 1000 Euro aus. „Wir gucken schon darauf, nicht so viel zu produzieren“, berichtet Bock zum Papierverbrauch in dem Leader-Büro. Aber dieses laut Bock eher „werthaltige Geschenk“ wollte die LAG sich leisten.

Entstanden sei die Idee aus Nachfragen der Mitglieder wie „Könnt ihr euch noch entsinnen?“, denn allzu oft wurden dann alte Unterlagen hervorgeholt. „Vieles gerät ja in Vergessenheit“, merkt Bock an. Damit das nicht geschieht, halten die Mitglieder den Almanach in den Händen.

Ein Treffen des Leader-Vorstandes – wie üblich im Alten Schafstall in Kläden – sei für Ende April geplant. Bock hofft, dass dabei eine Exkursion für alle Mitglieder beschlossen werden kann. Wenigstens ein Teil der etwa 120 Leader-Projekte solle dabei abgefahren werden. Bock zählt als Beispiele Goldbeck, Seehausen, Bismark, Kalbe und Weitere auf. Vielleicht könne später auch eine Fahrt in den Altmarkkreis Salzwedel unternommen werden, denn „dort passiert eine Menge“, wie Bock es ausdrückt.

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