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Leader findet Anklang im Ausschuss

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Von: Lina Wüstenberg

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Der Bismarker Bauausschuss stimmt für den Beitritt der Einheitsgemeinde zur neuen Leader-Gruppe „Mittlere Altmark“. Bei der vergangenen Tagung in Kläden hat der Vorstand eine positive Bilanz gezogen.
Der Bismarker Bauausschuss stimmt für den Beitritt der Einheitsgemeinde zur neuen Leader-Gruppe „Mittlere Altmark“. Bei der vergangenen Tagung in Kläden hat der Vorstand eine positive Bilanz gezogen. © Leader

Im Bismarker Bauausschuss ging es unter anderem um den Beitritt zu dem Verein der Leader-Aktionsgruppe Mittlere Altmark. Auch wurde den Mitgliedern die Satzung vorgestellt. Am Ende stimmte das Gremium beidem zu. 

Bismark – Die jetzige Leader-Förderphase läuft aus, deswegen muss eine neue Struktur geschaffen werden. „Die neue EU-Richtlinie und auch das Land Sachsen-Anhalt schreibt vor, dass wir nicht mehr so eine Aktionsgruppe, wie wir es bisher kannten, haben können, sondern wir müssen einen Verein gründen“, berichtete Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) dem Bauausschuss. Die Mitglieder stimmten in ihrer Sitzung am Dienstag dafür, der neuen Leader-Gruppe beizutreten.

Der Verein muss zu 51 Prozent aus Partnern aus der Wirtschaft und dem sozialen Bereich bestehen. Es wird kein gemeinnütziger Verein sein, damit Projekte gesteuert werden und der Verein auch Projektträger sein können. „Bei der Gründung des Vereins brauche ich die Beschlussvorlage, dass wir Mitglied werden wollen“, erklärte Schwarz vor der Abstimmung. Der Verein wird einen Vorstands- und eine Mitgliedsversammlung haben, bei denen die Hauptentscheidung liegt. Der Vorstand soll vorberatend tätig sein.

Bei der Zusammensetzung des Vorstandes muss ebenfalls die 51 Prozent beachtet werden. Aktuell wird die Entwicklungsstrategie erstellt. In dieser wird festgeschrieben, wie die Förderung aussehen wird und welche Projekte gefördert werden. „Leader wird auch eine andere und höhere Bedeutung bekommen.“

Kalbe, Bismark, Osterburg sowie die Verbandsgemeinden Arneburg-Goldbeck und Seehausen haben sich ausgesprochen, sich zu einer Leader-Gruppe zusammen zu schließen. Schon im vergangenen Jahr wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Einheitsgemeinde der Interessengemeinschaft beitreten will. Die Stadt vertreten werden als Vorsitzende Schwarz und als Stellvertreterin Sylvia Schwiertz. Federführend wird die Verbandsgemeinde Seehausen sein.

In diesem Verein können auch Privatpersonen Mitglied werden. Weiterhin können die Ortschaften Anträge stellen. „Die Ortschaften reichen die Gedanken ein und die Stadt trägt es weiter zum Verein“, sagte Norman Marciej (FWB). Jede private Person oder Verein können einen Antrag stellen. Dabei ist zu beachten, dass die Gebietsgrenzen eingehalten sind, die den Mitgliedskommunen entsprechen. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten in ihrer Sitzung der vorgestellten Satzung zu.

Kürzlich hatte die noch bestehende Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Mittlere Altmark“ im Klädener Alten Schafstall ihr Resümee gezogen: „Mit 127 geförderten Projekten und dem Einsatz von rund 8,1 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union haben wir erneut die Spitzenposition aller 23 Aktionsgruppen in Sachsen-Anhalt eingenommen“, stellte Verena Schlüsselburg fest.

Seit 2000 besteht die LAG. In dieser Zeit konnte sie die Anzahl der Projekte immer weiter steigern. „Interessant ist, dass sich das durchschnittliche Fördervolumen pro Leader-Projekt von Beginn des Leader-Programms von rund 98 000 Euro je Vorhaben auf aktuell rund 64 000 Euro verändert hat“, stellte Schlüsselburg fest.

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