Sachsen-Anhalt sieht bei Bismark wichtigen Lückenschluss

Radweg entlang der Klädener Landesstraße gewinnt Kontur

Ein Lkw fährt auf der Landesstraße 15 hinter Kläden in Richtung Garlipp und Kläden.
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Es geht nach vorn, die Zukunft scheint klar und scharf. Neben Lkw und anderen Kraftfahrzeugen leben Radler hinter Kläden in Richtung Garlipp und Bismark momentan noch recht gefährlich. Das soll sich ändern.
  • Marco Hertzfeld
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Land sicher: Der Radweg entlang der L 15 zwischen Kläden und Bismark gewinnt Kontur. Immerhin sei der Entwurfsplan schon in Arbeit.

Kläden / Bismark – Meilenweit entfernt und unrealistisch scheint der langersehnte Radweg an der L 15 von Kläden über Garlipp nach Bismark tatsächlich nicht. Aus dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales in Magdeburg kommen dieser Tage Einzelheiten. Vorgesehen ist ein einseitiger, straßenbegleitender Radweg im sogenannten Zweirichtungsverkehr mit einer Breite von zweieinhalb Metern. „Mit den Planungen wurde Ende 2020 begonnen; derzeit wird die Entwurfsplanung erarbeitet“, lässt Sprecher Peter Mennicke auf AZ-Nachfrage wissen. Im Klartext: Ein Projekt in der Einheitsgemeinde ist bereits in der Spur, es muss und kann weiter Fahrt aufnehmen. „Aufgrund des noch frühen Planungsstandes kann ein Baubeginn derzeit nicht belastbar benannt werden.“ Der Wunsch nach einer eigenen Piste für Drahtesel entlang der viel befahrenen Landesstraße besteht seit Jahrzehnten.

Ministerium sieht viel belastete Straße

Der Streckenzug wird in zwei Abschnitten außerorts geplant. Zwischen Kläden und Garlipp ist der Radweg circa 2,6 Kilometer lang, zwischen Garlipp und Bismark etwa 3,9 Kilometer. Und: Der Radweg verläuft auf der Nordseite (Vorzugsvariante aus der Vorplanung) der L 15. An der Kreisstraße 1055 soll eine Querungshilfe als Anbindung in Richtung Schäplitz geschaffen werden. Das Vorhaben wird durch die Landesstraßenbaubehörde vorbereitet. „Unterstützt wird der Regionalbereich Nord durch die Einheitsgemeinde Bismark, insbesondere auch hinsichtlich des Grunderwerbs. Ziel ist es unter anderem, so frühzeitig wie möglich in Kontakt mit den Eigentümern zu treten“, betont der Ministeriumssprecher. Wie viel der Radweg das Land kosten wird, dazu gibt es noch keine Angaben. Unerheblich dürften die Ausgaben für sechseinhalb Kilometer Radweg und mehr nicht sein.

Genauer Baustart momentan offen

Der Streckenzug ist in dem 2016 aufgestellten Radwegebedarfsplan „Landesstraßen“ enthalten. Darüber hinaus wurde er „im regelmäßigen Dialog“ zwischen Straßenbauverwaltung und dem Landkreis Stendal seitens des Landkreises „als prioritär benannt“, weiß Landesmitarbeiter Mennicke. Ergo: Der grundsätzliche Bedarf ist anerkannt. Insbesondere wegen der vergleichsweise hohen Verkehrsbelastung sei ein Radweg in diesen Abschnitten schlichtweg erforderlich. Eine Zählung hat demnach mehr als 3000 Kraftfahrzeuge binnen 24 Stunden ergeben. Überdies handle es sich um einen weiteren Lückenschluss, ein straßenbegleitender Radweg zwischen Stendal und Bismark entlang der L 15 sei ja bereits fast durchgängig vorhanden. Wobei es noch eine zweite große Lücke gibt: Der Teilabschnitt von Schernikau nach Steinfeld befindet sich ebenfalls noch in der Entwurfsaufstellung.

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