„Schreit nach neuen Straßen“

Land und Partner setzen auf L 13 in Meßdorf den Spatenstich

Landesbehördenchef Krüger geht für den ersten Stich am stärksten ins Kreuz. Ortsbürgermeister Lenz (vorn l.) und Bürgermeisterin Schwarz legen nach.
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Landesbehördenchef Krüger geht für den ersten Stich am stärksten ins Kreuz. Ortsbürgermeister Lenz (vorn l.) und Bürgermeisterin Schwarz legen nach.

Meßdorf – „Die ganze Altmark schreit nach neuen Straßen. Und wir . . . “ Uwe Lenz vollendet den Satz nicht, seine Freude über den Baustart steht ihm aber regelrecht ins Gesicht geschrieben.

Die AZ erwischt den Ortsbürgermeister schon vor dem symbolischen Spatenstich für den letzten Abschnitt der Ortsdurchfahrt in Meßdorf.

Sieben Kurzeinsatzgeräte lehnen in dem Moment am Zaun des Bürgerhauses, das eine oder andere wird noch dazukommen. Für die Bismarker Ortschaft sei es ein wichtiger Tag. Insgesamt investieren Land, Einheitsgemeinde und Wasserverband fast eine Million Euro in die 265 Meter Landesstraße 13. Die Arbeiten sollen planmäßig am 25.  September abgeschlossen sein.

Dass die ganze Region nach neuen Straßen schreit, dürften Verantwortliche in Politik und Verwaltung vielleicht so nicht unterschreiben wollen. Einiges scheint erreicht, manches noch auf dem Zettel, mittelfristig die Ortsdurchfahrt des Meßdorfer Ortsteils Späningen beispielsweise. Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, wünscht sich für die nächsten Jahre nicht zuletzt weitere Fahrradwege. Um die Radpiste im aktuellen Bauabschnitt in Meßdorf soll es zuletzt noch Diskussionen gegeben haben. Letzten Ende werde diese sich nicht von jener entlang der restlichen Straße unterscheiden. Lenz spricht von einem Gehweg, der auch für Radler freigegeben sei.

Vom Bürgerhaus zum Ausgangspunkt der Arbeiten sind es an diesem Vormittag nur wenige Schritte. Lenz gestern gegen 7.30 Uhr: „Wir hoffen auf schönes Bauwetter, nicht zu heiß und nicht zu nass.“ Der Ortschef spricht der Einheitsgemeinde seinen Dank aus, sie habe sich vorbehaltlos zum Projekt bekannt und ihr frühes Geld habe gerade die Planungen so erst möglich gemacht. Über Anerkennung dürfen sich unter anderem auch Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde, Planer Peter Pickler, Bismarks Bauamtsleiter Erik Dähne und Vertreter der beteiligten Bauunternehmen freuen. Allesamt stechen sie symbolträchtig den Spaten in den gelockerten Unterboden.

Das Pflaster wird nun großflächig abgetragen. Auch der Abschnitt zwischen den Kreuzungen Kirchsteig / Schulstraße und Beeser Chaussee / Am Mühlenberg erhält Asphalt. Gehwege und Grundstückszufahrten werden erneuert. Arbeiter haben zudem Trinkwasserleitung, Regenentwässerung und Breitbandkabel im Aufgabenheft stehen. Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt. Eine Umleitung erfolgt über die Beeser Chaussee und weiter über die parallel verlaufende Neue Straße sowie umgekehrt in Richtung Bismark. Die Ortsdurchfahrt Meßdorf ist in den zurückliegenden Jahren abschnittsweise für mehr als zweieinhalb Millionen Euro ausgebaut worden. Die L 13 wird ein wichtiger Zubringer der Autobahn. VON MARCO HERTZFELD  

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