Ader zwischen Orten wächst solide

Ländlicher Wegebau: Zwischen Poritz und Berkau rollen die Maschinen

Arbeiter setzten Lkw und schwere Maschinen vor Poritz ein. Altes Material ist abtransportiert, neues wird angefahren und über die Strecke verteilt.
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Arbeiter setzten Lkw und schwere Maschinen vor Poritz ein. Altes Material ist abtransportiert, neues wird angefahren und über die Strecke verteilt.

Poritz / Berkau – Die bekannten rot-weißen Baken sind gesetzt. Zwischen Poritz und Berkau ist kein Durchkommen mehr. Arbeiter haben seit einigen Tagen das Sagen.

Immer wieder lässt der Baggerführer kurz hinter den letzten Häusern in Poritz die Zähne seiner Maschine in den Boden greifen und altes Material aufnehmen.

Ländlicher Wegebau in der Einheitsgemeinde: Baken versperren die Strecke zwischen Poritz und Berkau.

Der Lkw-Fahrer wartet bereits, Fuhre um Fuhre wird abtransportiert. Auch an weiteren Stellen der einige Kilometer langen Piste werden Sand, Steine und Erde bewegt. Der ländliche Weg zwischen den beiden Orten wird in den nächsten Wochen ausgebaut. Die Verbindungsstrecke soll danach deutlich solider sein.

Die Maßnahme gehört zu den größeren Projekten der Einheitsgemeinde Bismark in diesem Jahr. Zwei der 20 Ortschaften sind davon unmittelbar berührt, die Ortschaft Berkau und die Ortschaft Bismark mit ihrem Ortsteil Poritz. Als der Zuwendungsbescheid vorlag, legten die Arbeiter Mitte März los. Die Kommune rechnet mit Ausgeben in Höhe von 564 000 Euro. Es fließen in erheblichen Maße Fördergelder der EU. Konkret sind es fast 400 000 Euro, die aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums kommen. Der Fonds ist auch kurz unter ELER bekannt.

Stopp! Nur Baufahrzeuge dürfen durch. Wer das nicht weiß, merkt es spätestens an diesem Punkt.

Der Verbindungsweg wird insgesamt 3,40 Meter breit. Arbeiter setzen Spurbahnen aus Beton. Jede der beiden Bahnen misst 1,25 Meter, der Mittelstreifen 90 Zentimeter. „Für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme werden insgesamt 538 Sträucher und 33 Heister gepflanzt“, heißt es im Schreiben aus dem Bismarker Rathaus weiter. Wer es nicht weiß: Ein Heister ist ein junger Laubbaum aus einer Baumschule, mitunter wird darunter auch vornehmlich die Buche verstanden. Wann genau alle Bau- und Folgearbeiten abgeschlossen sein sollen, auch dazu gibt es noch keine endgültigen Antworten.

„Die Baumaßnahme wird unter Vollsperrung durchgeführt.“ Dieser Umstand hat sich offensichtlich noch nicht überall herumgesprochen. Immer wieder sollen auf beiden Seiten Fahrzeuge an die Baustelle heranfahren, umdrehen und sich dann den längeren Weg suchen. Aus der Stadtverwaltung gibt es die klare Marschroute: „Nutzer des Weges werden um strikte Einhaltung des Durchfahrtsverbotes gebeten.“ Ländliche Wege (Wirtschaftswege) dienen vor allem land- und forstwirtschaftlichen Zwecken und haben keine überörtliche Bedeutung. Für die Orte selbst können sie natürlich recht wichtig sein.

VON MARCO HERTZFELD  

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