Leader-Projekt zwischen Büste und Vienau/Mehrin kostet 331 000 Euro

Ländlicher Weg verbindet zwei Einheitsgemeinden

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Paul Blauert (Ortsbürgermeister Büste), Verena Schlüsselburg (Einheitsgemeinde Bismark), Karsten Ruth (Einheitsgemeinde Stadt Kalbe) und Vienaus Ortsbürgermeister Fritz Borchmann (v.l.) besiegeln den Ausbau des Verbindungsweges.

Büste. Das größte Leader-Projekt des Jahres in der Einheitsgemeinde Bismark hat begonnen. Und dieses Projekt verbindet gleichzeitig Bismark mit der benachbarten Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde).

Insgesamt 331 000 Euro fließen in den Ausbau des Verbindungsweges vom Ortsausgang Büste bis nach Vienau und Mehrin, erklärte Bismarks Bürgermeisterin Verena Schlüsselburg am Mittwochmorgen beim offiziellen Startschuss.

Mit dabei waren nicht nur Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, Büstes Ortsbürgermeister Paul Blauert und sein Kollege aus Vienau, Fritz Borchmann, sondern auch Vertreter von Landwirtschaft, Planungsbüro und Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF). Der ausgebaute Weg soll vor allem für die Anbindung der Bismarker Region an den Milde-Biese-Radweg sorgen, der den Luftkurort Arendsee mit Kalbe und Gardelegen verbindet. Solch ein ausgebautes Wegenetz war schon in der Analyse „Bismark 2025“ verankert und bei den Runden Tischen besprochen worden. Besonders profitieren sollen aber auch die Landwirte von dem neuen Weg, der mit EU-Fördermitteln ausgebaut wird. Die Einheitsgemeinde Bismark beteiligt sich mit 147 000 Euro an dem Projekt. Die Ortschaft Büste, eine der wenigen, die noch über eigene Rücklagen verfügte, wird ihre letzten mehr als 30 000 Euro mit in die Finanzierung geben. „Ländliche Wege spielen bei der Anpassung an den demografischen Wandel eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass die Wegeverbindungen auch Touristen und Gästen einen besseren Zugang zu den Sehenswürdigkeiten in unseren Ortschaften bieten sollen“, meint Schlüsselburg. Ende August war der Bewilligungsbescheid vom ALLF gekommen und dessen Vertreter Siegfried Engelhardt lobte das Leader-Projekt. Der Weg wird auf einer Länge von 2,3 Kilometern ausgebaut. Davon bekommen 1708 Meter Betonspurbahnen, 591 Meter werden mit der Schotterbauweise erneuert. Weil der Weg nicht nur saniert, sondern auch zulasten von Bäumen verbreitert werden soll, damit die landwirtschaftlichen Fahrzeuge bequem durchfahren können, muss die Einheitsgemeinde 267 Gehölze als Ausgleich pflanzen.

Durch den Gemeinschaftsweg nach Kalbe erhofft sich dessen Bürgermeister Karsten Ruth Synergieeffekte zwischen den beiden Gemeinden. „Das könnte ein Stück weit zukunftsweisend sein“, erklärte er beim Treffen der Verantwortlichen. Der Zeitplan für die Fertigstellung ist indes eng gestrickt. Schon am 30. November sollen die Arbeiten am Verbindungsweg nach Vienau und Mehrin abgeschlossen sein. „Wir brauchen dafür auch ein bisschen Glück“, hofft Schlüsselburg. Die Wegeverbindung ist eines von acht Leader-Projekten der Einheitsgemeinde, die im Jahr 2012 auf der Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe Mittlere Altmark standen.

Von Bianca Lange

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