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Kremkauer Autor sieht Vorteile für Region im Radweg Hohenwulsch-Kalbe

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Die ehemalige Bahnstrecke ist zugewachsen und verliert sich im Hintergrund zwischen Bäumen. Im Vordergrund wachsen hohen Beerensträucher.
Der zukünftige Radweg Hohenwulsch-Kalbe biegt hinter Berkau ab und berührt als nächstes Neuendorf am Damm in Kalbe. Einen Nutzen für Kremkau könnte er trotzdem haben, findet Ortsbürgermeister Helmut Block. © Lisa Maria Krause

Hinter Berkau biegt die Strecke der ehemaligen Altmärkischen Kleinbahn von Hohenwulsch nach Kalbe ab und steuert als nächstes Neuendorf am Damm in der Einheitsgemeinde Kalbe an. Aber auch Kremkau, die letzte Bismarker Ortschaft vor der Landkreisgrenze, kann noch vom zukünftigen Radweg auf der Bahnlinie profitieren. So sieht es Helmut Block, Ortsbürgermeister von Kremkau.

Kremkau - „Wir haben es schon immer gewollt“, betont Block seine Vorfreude. Er führt in Kremkau auch einen Verlag mit Bibliothek und Ausstellung. „Das wäre für das Lese-Café ganz fantastisch.“

Wenn Radfahrer spontan bei ihm klingeln würden, um sich die Ausstellung der Blaulicht-Krimis anzusehen, würden sie auch sicher einen Kaffee bekommen, verspricht der Autor. „Wenn das mehr würden, würden wir uns freuen.“

Kremkauer Block ist sich sicher, dass die Umgebung immer von neuen Radwegen profitiert: „Wenn es mehr Radfahrer geben würde, bin ich fest davon überzeugt, dass mehr Sachen entstehen würden, wo sie einkehren können.“

Für die Kleinbahn hätte es sowieso nicht genug Auslastung gegeben, denn laut dem Kremkauer „gibt es auch Träume, dass man das wieder aktiviert“. Auch bei der Plusbus-Linie 100, die Salzwedel mit Magdeburg verbindet, fragt sich Block, ob das sich auf lange Sicht lohnt. Obwohl: „Wir sind ja auf dem besten Weg bei den Spritpreisen, dass Leute wieder Bus fahren.“

Eine Alternative wäre da auch das Rad, wenn denn die Wege dafür vorhanden sind. Wie auch Ines Pagels und Ruth Wichmann findet Block, dass sich nicht genug um die vorhandenen Wege gekümmert werde. Über die Zustände wisse er Bescheid, weil seine Familienmitglieder jährlich die altmärkischen Radwege befahren, erklärt er.

„So wird die Altmark kein Radfahrerparadies“, ärgert sich Block. Besonders kritisiert er die teils fehlende, teils verwirrende Beschilderung. „Er ist teils grottig ausgeschildert, der Altmark-Rundkurs.“

Auch die Bahn selbst lässt zu wünschen übrig. „Das ist grobkantiger Schotter, wo man besser schiebt, als sich sein Rad kaputtzumachen.“ Wenn der neue Radweg denn gut werde, hätte dies auch Einfluss auf sein Lese-Café: „Wenn es sich lohnt, wird auch Kaffee angeboten.“

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