Ortschaftsrat für Leader-Projekt / „Wir machen viele kleine Feste“

Kolk wird saniert: Keine Mittel für Stadtfest

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Bismark. Der Leader-Antrag für die Sanierung des Bismarker Kolk wird gestellt. Und zwar mit einem Volumen von 126 000 Euro. Darüber entschieden die Mitglieder des Ortschaftsrates am Donnerstagabend.

Hauptamtsleiterin Annegret Schwarz und Kämmerin Sylvia Schwiertz stellten zwei Konzepte vor, die sie gemeinsam mit dem Planer Jan Bauditz entwickelt hatten. Minimal und maximal. „Das maximale Konzept hat Hand und Fuß und stellt die touristischen Aspekte weit in den Vordergrund“, erklärte Schwarz und nannte die Summe 143 000 Euro für alle Maßnahmen. Darunter würden unter anderem der Abriss und Neubau des Kiosk, der Bau eines neuen Eingangsbereiches, drei Caravanstellplätze, ein neues Dach für den Sanitärtrakt sowie die Aufbereitung der Wiese zur Liegewiese mit Möglichkeit zum Zelten fallen. Die Summe würde zu 75 Prozent gefördert werden. Doch da die Eigenmittel der Ortschaft dazu nicht ausreichten, hatte die Hauptamtsleiterin schon im Vorfeld einige Dinge rausgerechnet, die vom Kolk-Verein selbst gemacht und vielleicht noch zurückgestellt werden können. So kam schlussendlich die Endsumme von 126 000 Euro zustande, von denen die Ortschaft Bismark 47 000 Euro zu tragen ha. „Wir sollten das so machen. Wer weiß, wann solch eine hohe Förderung nochmal wiederkommt“, erklärte Andreas Cosmar. Er wies auch darauf hin, dass nach der Sanierung kaum Folgekosten zu erwarten wären, weil der Kolk ein natürliches Badegewässer ist.

In Absprache mit dem Vereinsvorstand des Kolk, dem Planer und der Verwaltung der Einheitsgemeinde soll nun genau geschaut werden, wie was umgesetzt werden kann und soll. Nur die 126 000 Euro werden voll in den Haushalt 2012 eingestellt. Die Arbeiten könnten aber dennoch erst im September beginnen, wenn die Badesaison vorbei ist, erklärte Schwarz.

Außerdem entschied der Ortschaftsrat, dass es auch 2012 kein Bismarker Stadtfest geben wird. Einen Termin zu finden, sei schon schwer genug und auch die finanziellen Mittel sind durch den Eigenanteil am Kolk nicht da. „Wir machen viele kleine Feste. Jeder Verein hat ja sein eigenes“, so Cosmar. Außerdem hänge sich auch kein Verein vor die Organisation eines Stadtfestes, einfach weil der Aufwand dafür viel zu groß ist. Ein Neptunfest werde der Kolk-Verein aber im Sommer durchführen, versicherte Cosmar. Insgesamt bleiben der Ortschaft nach Einsatz der 47 000 Euro noch 39 500 Euro übrig. Diese werden für einen Platzwart für den TuS Bismark, die Volkssolidarität, das Jugendfreizeitzentrum, die Weihnachtsbeleuchtung und die Rentnerweihnachtsfeier verwendet.

Von Bianca Lange

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