„Hatten immer Treffenfeld-Wetter“

Könnigde: Heimatverein und Landkreis sagen Blasmusikfest wegen Wetter ab

Die „Treffenfelder“ verteilen Schweinefleisch vom Spieß auf Teller beim Erntefest 2017.
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Heimische Feste wie das Erntefest oder das Blasmusikfest sind das Hauptaugenmerk des Könnigder Heimatvereins „Hennigs von Treffenfeld“. Letzteres musste nun aufgrund des Wetters kurzfristig abgesagt werden.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Kaum können sich Kulturbegeisterte bei recht stabiler Corona-Lage über größere Veranstaltungsankündigungen freuen, schon werden einige wieder abgesagt. Dieses Mal macht den Veranstaltern aber nicht die Pandemie einen Strich durch die Rechnung, sondern das Wetter.

Könnigde - Das Wochenende wird feucht und kalt, weshalb unter anderem das Blasmusikfest des Heimatvereins „Joachim Hennigs von Treffenfeld“ am Sonntag, 29. August, in Könnigde abgesagt wurde.

Der Auftritt der Osterburger Blasmusikanten im Rahmen des 26. Musikfestes Altmark bei der Veranstaltung in Könnigde wurde vom Landkreis organisiert, wie Vereinsvorsitzender Harald Schulze der AZ erklärt. Mit gemeinsamer Absprache am Freitag wurde sich für die Absage entschieden. Ganz ausfallen soll das Fest allerdings nicht. „Es soll nicht ersatzlos gestrichen werden“, betont Schulze. Der Landkreis und der Heimatverein würden gemeinsam über einen späteren Termin entscheiden.

„Wir hatten uns schon darauf gefreut“, bedauert der Vereinsvorsitzende die Absage, „Das ist schon Tradition und wird auch gut angenommen.“ Immerhin sei die Absage dieses Mal nicht coronabedingt.

„Wir hatten immer Tressenfeld-Wetter“, erklärt Schulze mit Humor und umschreibt das übliche Wetter zum alljährlichen Blasmusikfest als „eitel Sonnenschein“. Dieses Mal sehe es dagegen schlecht aus, aber „wir sind verwöhnt von den letzten drei Sommern“. Schließlich könnten sie den Regen auch gebrauchen.

Auch die sonstige Auftaktveranstaltung des Heimatvereins, das Fest zu Himmelfahrt, musste dieses Jahr ausfallen. Auf das Erntefest setzt Schulze dennoch, obwohl er noch keinen festen Termin nennen will. „Im September ist nicht mehr viel Platz“, sagt er nur.

Der kommende Monat sei eigentlich ausgebucht mit Einschulungen, der Bundestagswahl, dem Steinfelder Bauernmarkt und anderen Veranstaltungen in der Umgebung. „Wir gehen von aus, dass es klappt“, betont der Vorsitzende trotzdem und fügt hinzu: „Sonst ist das Erntefest unser Abschluss, vielleicht ist es jetzt der Auftakt.“

Der Heimatverein „Joachim Hennigs von Treffenfeld“ aus Könnigde lebt von den Veranstaltungen, wie Schulze erklärt. Weshalb das nun eine „nicht so rosige Situation“ sei. Auch das Burgfest in Kalbe am 11. September, an dem der Verein teilnehmen wollte, wurde abgesagt. Seit der Gründung 1998 beteiligen sich die Treffenfelder an vielen, vor allem historischen Heimatfesten in der Umgebung. So auch am Sachsen-Anhalt-Tag seit der zweiten Auflage in Stendal 1997.

25 „ordentliche Mitglieder“ zählt der Verein. Beim „Umherziehen“, wie Schulze das Besuchen der Feste nennt, kämen mit den Familien um die 40 zusammen. „Wir brauchen auch immer eine Hüpfburg“, scherzt er, denn die ganz kleinen Enkel sind dann mit von der Partie.

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