Börgitzer Schüler helfen beim Umbau privater Forstflächen

Klimawandel: Kinder pflanzen in Käthen Wald ihrer Zukunft

+
Grundschüler, Waldarbeiter und Forstbesitzer setzen junge Bäume in der Gemarkung Käthen.

Käthen – Altmärker sehen den Klimawandel und bauen den Wald um, Schritt für Schritt. Neben Waldarbeitern und Waldbesitzern griffen an diesem Tag im Revier Lüderitz auch Grundschüler und Kommunalvertreter zu den Pflanzwerkzeugen.

Familie Terbuyken, der die Fläche in der Gemarkung Käthen gehört, sah zahlreiche Helfer. Die symbolträchtige Aktion wurde nicht zuletzt durch das Landeszentrum Wald, das Betreuungsforstamt Letzlingen und insbesondere Revierleiterin Britta Homm in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft Vinzelberg / Volgfelde auf die Beine gestellt.

Das Areal misst 1,89 Hektar, was mehr als zweieinhalb Fußballfeldern entspricht. Weil sich das Klima verändere, müsse die Bewirtschaftung dort wie anderswo angepasst werden, heißt es in einem Schreiben an die AZ. „Strukturreiche Wälder durch unterschiedliche Baumarten-Mischungen auf den verschiedenen Standorten sind erwünscht.“ Es sei wichtig, „regionale Waldökosysteme zu schaffen, die durch ihren Artenreichtum eine erhöhte Flexibilität gegenüber veränderten Umweltfaktoren aufweisen“. Zweitklässler der Börgitzer Schule dürfte das natürlich alles viel anschaulicher erklärt worden sein.

Gleich mehrere Arten wurden beschrieben und in den Boden gesetzt. Die einheimische Traubeneiche kann bis zu 1000 Jahre alt werden, ihr Holz ist in der Möbelindustrie besonders begehrt. Die Rotbuche ist ebenfalls ein einheimischer Baum, im Durchmesser wird sie auffallend stark. Die Esskastanie ist der Baum des Jahres 2018 und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Die Elsbeere scheint ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein, ihr Holz erzielt trotzdem oder deshalb Spitzenpreise bei Versteigerungen. Die Vogelkirsche ist die Mutter aller Süßkirschen und biete wie auch andere Bäume den Tieren Nahrung. Die Roteiche hat ihre Wurzeln eigentlich in Nordamerika und gefällt durch ihre schöne Herbstfärbung.

Das Waldmobil des Informationszentrums Haus des Waldes war ebenfalls vor Ort. Alle zogen sie an diesem Dezembertag an einem Strang, Schüler, Schulleiter, Lehrerin und Elternvertreterin, Ortsbürgermeister und Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft. Am Ende gab es Würstchen, Brötchen und Kinderpunsch. Essen und Trinken sowie Schokolade für die Mädchen und Jungen spendierte Familie Terbuyken.

VON MARCO HERTZFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare