Badingens Schäfer Ronald Gerecke erwartet im Mai bis zu 800 Lämmchen

33 kleine „Unfälle“

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33 Lämmchen erblickten jüngst bei Badingens Schäfer Ronald Gerecke das Licht der Welt. Das kleine Lämmchen in seinen Armen ist gerade einmal eine Woche alt.

Badingen. 900 Mutterschafe – darunter auch einige, die noch nicht trächtig sind – zählen zur Schafherde von Badingens Schäfermeister Ronald Gerecke. Bis zu 800 Lämmchen sollen im Mai das Licht der Welt erblicken, prognostiziert der Schäfer.

„Die Weidetiere lammen im Mai, das ist natürlicher. Das Futter und auch die höheren Temperaturen begünstigen das“, erklärt der 54-Jährige gegenüber der AZ. Aktuell hat er 33 Lämmchen, „aber das sind Verkehrsunfälle“, wie er sie bezeichnet, weil sie außerplanmäßig zur Welt gekommen sind. Die Jüngsten wurden vergangenen Dienstag geboren.

Auf Nachfrage der AZ, ob er denn auch „Osterlämmer“ verkaufe, antwortet er: „Dazu habe ich weder die personelle Kapazität noch die Berechtigung. Das ordnungsgemäße Schlachten fordert eine gewisse Sorgfalt und die Zeit haben wir nicht.“ Neuerdings schlachte er nur sehr ungern. Er hinterfrage den übermäßigen Konsum von Fleisch in der Gesellschaft. „Wenn heute geschlachtet wird, dann nicht weil die Menschen hungern, sondern damit man noch einen ‘i-Punkt’ zum Essen hat.“ Das sei früher anders gewesen, deswegen war das frisch geborene Osterlamm für die Menschen ein Symbol der Hoffnung. Es brachte wieder Nahrung ins Haus.

Von Marilena Berlan

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