Händler fehlen

Klädener Regionalmarkt aufs kommende Jahr vertröstet

Töpfermarkt in Gera
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Ein Klädener Regionalmarkt in Verbindung mit dem Wochenmarkt in Bismark wünschen sich Kelles Suppenmanufaktur und die Gemeindeverwaltung. Derzeit hinkt es, weil die Händler fehlen.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Bis in den Regionalmarkt in Kläden so richtig Schwung kommt, könnte noch einige Zeit vergehen. In diesem Jahr soll er, wie eigentlich erträumt, zumindest nicht mehr unter diesem Titel starten.

Kläden - Im Moment versucht Antje Mandelkow, Geschäftsführerin von Kelles Suppenmanufaktur, noch, das Projekt mit dem bereits etablierten Flohmarkt nebenan anzustoßen. Anfragen von möglichen Händlern gebe es, teilt sie der AZ auf Anfrage mit. Nur noch zu wenige.

Wie berichtet, wird der Regionalmarkt von dem örtlichen Unternehmen gemeinsam mit der Verwaltung der Einheitsgemeinde Bismark geplant. Die Idee dazu entstand bei einem Kaffeetrinken mit Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde. Der Flohmarkt auf dem Parkplatz und der Wiese neben dem Geschäft soll am kommenden Wochenende stattfinden und bereits die ersten regionalen Händler aufnehmen. Das Markttreiben wird am Sonntag, 24. Oktober, von 10 bis 16 Uhr veranstaltet.

Aufgestellt werden 20 bis 25 Stände. In Zukunft sollen es weitaus mehr werden, wenn es nach Mandelkow geht. Mit dem Anwerben von kleinen und großen, auch privaten Händlern habe sie „noch nicht so viel Erfolg“. Es gehe langsam voran. Erst kürzlich habe sich ein Weinhändler bei Mandelkow gemeldet, der mitmischen will. „Sie haben vielleicht Berührungsängste“, vermutet die Geschäftsführerin bei dieser Zurückhaltung. Dabei möchte sie mit dem Angebot besonders lokale Handwerker und Hobbygärtner anlocken. Ein Stand werde kostenlos gestellt, betont Mandelkow. „Jeder Kleingärtner kann hier stehen.“

Tatsächlich freut sie sich sehr über die Idee von Schwarz, den Klädener Regionalmarkt eng mit dem etwas eingeschlafenen Wochenmarkt in Bismark zu verknüpfen. „Das ist eine tolle Idee von Frau Schwarz“, lobt Mandelkow, „Ich würde das total begrüßen.“ Besonders für ältere Menschen, die nicht so mobil sind, wäre es eine gute Lösung, wenn beispielsweise die Händler vormittags in Kläden und nachmittags in Bismark ihre Stände aufbauen. „Das müsste sich so einbürgern.“

Geschäftsführerin Antje Mandelkow lässt Fernsehmoderator Thomas Böttcher ihre Suppe kosten.

Die Geschäftsführerin nutzt die Gelegenheit zu einem kleinen Aufruf. Wie zuvor berichtet, wünscht sie feste Händler und von jeder Produktsorte eine. „Wir sind zu klein für mehrere“, erklärt sie. „Mir liegt noch am Herzen, vor allem saisonale Sachen.“ Gerade jetzt im späten Herbst könne sie sich gut privat angebaute Kürbisse oder Äpfel auf dem Regionalmarkt vorstellen.

Auch will sie den zukünftigen Händlern und daran Interessierten enge Gesprächsrunden anbieten. „Ich würde einfach alle einladen. Sie haben vielleicht auch noch Ideen.“ Eine Art Bewerbungsgespräch könnte bei einer Tasse Kaffee stattfinden. „Das ist das, was das ausmacht, so einen Markt“, findet Mandelkow. Bei so engen Verhältnissen zwischen Organisatoren und Ausstellern könnten auch Sorgen und Nöte angehört werden. „Wir wollen das gemeinsam aufbauen.“

Aber noch ist es längst nicht so weit. Zur Testphase gehört neben der Wiedereröffnung des Klädener Suppencafés im September und dem Flohmarkt am kommenden Wochenende auch noch ein weiterer Flohmarkt, der für Ende November angesetzt ist. Unter dem Titel „Regionalmarkt“ soll es dann im kommenden Frühling richtig durchstarten. „Bis dahin ist eine lange Vorbereitungszeit“, erklärt Mandelkow und hofft in den Wintermonaten auf viele Bewerbungen.

Richtig gut scheint hingegen ihre Suppenproduktion zu laufen. In der vergangenen Woche wurden das Café und die Produktion in einem unterhaltsamen Fernsehbeitrag vorgestellt. Laut Mandelkow kann sie sich nun kaum noch vor Anfragen retten. „Die rennen uns die Bude ein.“ Sie habe gerade am Tag des Gesprächs mit der AZ Dosen signiert, die nach Potsdam verschickt werden. „Das ist total verrückt.“ Sie sei doch nur eine Suppenköchin, meint Mandelkow.

Auch den eigenen Onlineshop mussten sie nach eigenen Angaben kurzfristig vom Netz nehmen. „Mit den Bestellungen der Hochzeitssuppe kommen wir nicht hinterher“, begründet die Geschäftsführerin und will betont wissen, dass das nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Leute seien. Auch aus der Ortschaft gebe es Unterstützung.

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