Meßdorfer Kirche mitten in der Sanierung

Bis Juni soll das Gerüst weichen

+
Noch befinden sich Schifferschindeln auf dem Kirchturm, die durch Dachziegel aus Biberschwänzen ersetzt werden sollen.

Meßdorf. Bereits im vergangenen Jahr haben die Sanierungen an der Kirche zu Meßdorf begonnen – und sie werden sich wohl auch noch einige Wochen hinziehen.

Zurzeit ist der Kirchturm komplett eingerüstet, denn am dortigen Dach gibt es seit Mitte Oktober aufwendige Sanierungsarbeiten.

Neben dem Kirchturm wurden auch schon an der Villa, die einst im Besitz von Heinrich Nadermann (1835 bis 1907), Meßdorfs berühmten Sohn, war, Erneuerungen ausgeführt. Eine Meßdorfer Familie hatte das Objekt erworben, und wird es – wie auch die Kirche – mit EU-Geldern für die Nachwelt erhalten.

Seit Oktober letzten Jahres ist der Kirchturm in Meßdorf eingerüstet und wird aufwendig saniert. In diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Das Dach des Kirchturmes erhält, so Meßdorfs Ortsbürgermeister Uwe Lenz, rote Biberschwänze als neue Dachziegel und wird damit dem Kirchenschiff und dem Chorraum angepasst. Außerdem erhält der Turm eine neue Verputzung zum Schutz vor dem doch manchmal rauen Wetter. Weiterhin müssten die Stützpfeiler dringend instandgesetzt werden, so Lenz, und auch hier werden Biberschwänze zum Schutz aufgebracht werden.

Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, dann könnten die Arbeiten Ende Juni 2017 abgeschlossen sein. Auch in der Nadermann Villa möchte man in diesem Jahr noch weiter investieren, zumal das Haus einen sehr hohen historischen Wert für die Region hat. Hier soll das Handwerk des Schmiedes wieder gezeigt werden. Einen Schmied gab es einst in jedem altmärkischen Dorf, und es ist ein uralter handwerklicher Beruf, der nur noch selten ausgeübt wird.

Von Maik Bock

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare