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Jugend begeht Kreuzweg von Schorstedt bis Wollenrade

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Von: Maik Bock

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Die Wanderer stehen in einem großes Kreis. Ein paar der Kinder halten kleine gebastelte Holzkreuze.
Zum Jugendkreuzweg von Schorstedt nach Wollenrade wird am Karfreitag der Leidensweg Christi nachgestellt. Die erste von sechs Stationen ist an der Kirche der Aufbruch in die Wüste. © Maik Bock

Der Jugendkreuzweg wurde am Karfreitag von Schorstedt bis Wollenrade begangen: Zu dem besonderen Familiengottesdienst waren Christen zunächst in die Kirche nach Schorstedt eingeladen.

Schorstedt - Pfarrer Stefan Kemper-Kohlhase führte zusammen mit Renate Crain durch den Gottesdienst, der sich ganz um die Ostergeschichte und den Leidensweg Christi drehte. Der Altar in der Schorstedter Kirche war nicht geschmückt, so wie er auch in viele Regionen mit einem schwarzen Tuch bedeckt wird. Dies symbolisiert, dass Jesus nicht mehr auf der Erde ist. Er stieg hinab und fand den Tod am Kreuz.

Im Gottesdienst konnten die Kinder sich unter anderem aus einfachen Holzstöckchen kleine Kreuze basteln, die sie dann auf dem Kreuzweg mit sich trugen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das sogenannte „Agape-Mahl“ zusammen begangen. Agape ist das griechische Wort für Liebe. Dazu wurden Weintrauben und frische Brotstücke gereicht.

Gegen 16 Uhr machten sich dann alle Kirchgänger auf den Weg nach Wollenrade zur dortigen Kirche. Zu diesem Jugendkreuzweg waren zudem auch allen Konfirmanden der Region Kläden und Bismark mit Pfarrer Kemper-Kohlhase und Pfarrer Martin Schuler eingeladen, um auf dieser Wanderung von Schorstedt nach Wollenrade den Weg des jungen Jesus nachzuempfinden.

Schuler hält ein großes Holzkreuz in den Armen und lehnt es gegen seine Schulter.
Samuel Schuler trägt das Kreuz die ersten Meter. © Mai Bock

Dabei trugen die zumeist schon erwachsenen Jugendlichen das über 20 Kilogramm schwere Holzkreuz auf der Schulter. Dies ist dem Leidensweg Jesu von der Verurteilung in Jerusalem bis zum Berg Golgatha vor den Toren der Stadt nachempfunden.

Auf dem Weg gab es dann sechs Stationen zu erleben: So fand auf dem Friedhof in Schorstedt der Aufbruch in die Wüste statt und an der Friedenseiche die Gefangennahme im Garten Gethsemane. Es gab am Ortsausgang an einer Brombeerhecke das Gefühl der Dornenkrone zu erleben sowie im Wald zwischen den Ortschaften der kurze Prozess.

Am Dorfrand von Wollenrade erfolgte dann der Zusammenbruch und die Kreuzwegwanderer wurden von Pfarrer Schuler empfangen. Dort wartete das Osterlicht, das Licht der Hoffnung, auf alle. Mit einer kleinen Andacht endete der Jugendkreuzweg.

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