Erfolgsgeschichte eines Unternehmens von klein an / 76 feste Arbeitsplätze

20 Jahre Raumzellen aus Bismark

Bernd-Heinz Boehm, Geschäftsführer der Bicoba blickte in seiner Festrede auf die bewegenden Anfangsjahre des Betriebs zurück.

mb Bismark. „Wir hätten auch zwei Feiern machen können, doch wir machen lieber eine ordentliche“, erklärte Bernd-Heinz Boehm. Der Geschäftsführer der Bismarker Container Bau (Bicoba) begrüßte seine Belegschaft zum 20.  Firmengeburtstags im hauseigenen Saal.

Während seines Rückblicks musste Boehm des Öfteren lachen, denn was damals alles erfüllt werden musste, um einen den Betrieb kaufen zu können, sei heute undenkbar.

Es war der 19. Dezember 1991 als die Firma in das Handelsregister eingetragen wurde. Schon bis dahin war der Weg voller Steine und Bürokratismus von staatlichen Stellen wie der Treuhand und weiteren Wendezeit-Institutionen. Nach langem Hin und Her mit Geldinstituten, die das Projekt Bicoba mit aus der Taufe heben sollten, dann wieder absprangen, und mit Banken, die meinten, wir entscheiden, wann wir unser Geld geben, bis hin zu einem Anruf des damaligen Treuhand-Chefs Detlev Karsten Rohwedder. Boehm möge zum Unterzeichnen der Verträge nach Berlin kommen, hieß es. Aber Boehm weilte gerade in Uelzen, weshalb eine Treuhand-Abordnung kurzerhand dorthin reiste, damit die Verträge unterschrieben werden konnten.

Das war vor gut 20 Jahren. Aus dem kleinen Betrieb ist eine Firma geworden, die 76 Mitarbeiter in Lohn und Brot hat und auf seine Angestellten ist Boehm besonders stolz. „Es ist eure Loyalität und Leistungskraft, die uns zu so einem guten Unternehmen mit einem guten Ruf weit über die Stadt-, Kreis- und Landesgrenzen hinaus gemacht hat.“

In den letzten 20 Jahren sei die Entscheidung, nicht nur die normale Container zu bauen die wohl wichtigste Weichenstellung der Geschäftsführung gewesen, zu der auch Eckhard Bade und Jörg Schulze gehören. Habe sich das Bismarker Unternehmen mit seinen großzügigen Raumzellen eine passende Marktnische gesucht.

„Wir sind zwar nicht der Mercedes unter den Containerbauern, aber der BMW sind wir schon lange. In diesem Jahr wird der 12 900. Container vom Band laufen. Eines der größten Anwendungsgebiete sind Krankenhäuser wie in Hamburg-Eppendorf, aber auch viele Schulen wurden aufgebaut. Zahlreichen Kindergärten, Jobcentern und Banken haben wir in 20 Jahren ein Dach über dem Kopf aufgestellt“, berichtete der Bicoba-Chef.

Vor allem im norddeutschen Raum sind die Bismarker Produkte begehrt. In den vergangenen Jahren haben mindestens 30 Lehrlinge ihr Handwerk in der Bismarker Firma erlernt. Sie arbeiten heute in den Bereichen Schweißerei, Tischlerei, Sanitär- und Elektroinstallation, Trocken- und Fensterbau, Lackiererei sowie Wand- und Dachbau. Zurzeit bildet der Betrieb fünf Lehrlinge aus.

Andy Baldauf hatte im Jahr 1998 als erster Lehrling bei Bicoba angeheuert. Der 29-Jährige ist heute Metall-Industriemeister Metall und wirkt in der Konstruktionsabteilung. „Wir waren durch die Treuhand 20 Jahre verpflichtet, mindestens 30 Mitarbeiter zu beschäftigen. Heute sind es 76, die jeden Tag gute Arbeit machen“, lobte Boehm. Auch 2012 würde das Bismarker Bicoba-Team viel zu tun haben, schon im Januar soll die Produktion von 150 Raumzellen für Schulen beginnen.

Mitstreiter der ersten Stunde sind unter anderem Rudi Brückmann und Eckhard Bade. „Es ist uns wichtig“, so Boehm, „dass wir unseren Nachwuchs aus den eigenen Reihen heranziehen und so unsere besten Auszubildenden auch für die Zukunft sichern. In all den letzten Jahren habt ihr, meine Lieben, vernünftige und großartige Leistungen für das Unternehmen erbracht und dafür meinen herzlichen Dank.“

Das Jubiläumsfest nutzte die Geschäftsleitung, um der Belegschaft einen angenehmen Dankeschönabend zu bieten. Und so gab es nach der kleinen Festrede mit Rückblick auf zwei Jahrzehnte Bicoba-Geschichte ein großes Büffet und im Anschluss einen Tanzabend sowie eine Tombola.

Jeder, der zur Jubiläumsfeier erschienen war, erhielt ein Los – aber Nieten gab es an diesem Abend keine. Bis in den frühen Morgen hinein wurde das Jubiläum gefeiert.

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