Straßenumbenennung Thema im Hauptausschuss / Neue Straßennamen stehen fest

„Die Identität bleibt erhalten“

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Bis die Straßenumbenennung in der Einheitsgemeinde vollzogen ist, wird das gut zwei Jahre dauern, so Annegret Schwarz. 

Bismark. Die Diskussion rund um die Straßenumbenennung in der Einheitsgemeinde Bismark geht in die nächste Runde. Am Dienstagabend kamen die Mitglieder des Hauptausschusses zusammen, um gemeinsam über das Thema zu tagen.

Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz informierte auf der Sitzung über den aktuellen Stand des Sachverhalts.

Nach Angaben von Schwarz habe die Verwaltung die Wünsche der einzelnen Ortschaften berücksichtigt und den Ausschussmitgliedern zwei Beispiele für die Gestaltung der Anschriften sowie den potenziellen Adressaufkleber, der künftig auf dem Personalausweis zu sehen sein wird, vorgelegt. In den neuen Anschriften soll (neben dem eigenen Vor- und Nachnamen) aufgeführt sein: der Straßenname, die Hausnummer, die Postleitzahl, der Name der Gemeinde (Stadt Bismark (Altmark)) und der Name des jeweiligen Ortsteils (wie zum Beispiel OT Grassau). Die Identität der einzelnen Ortsteile werde mit der Straßenumbenennung – und das betonte Annegret Schwarz während der Sitzung mehrfach – nicht untergehen. Schwarz: „Der Ortsteil findet sich in der Anschrift wieder.“ Und das gilt auch für den Adressaufkleber des Personalausweises.

Mit finanziellen Auswirkungen, so die Stadt, brauchen die Bürger aufgrund der Straßenumbenennung in den folgenden Bereichen nicht zu rechnen: Anpassung des Personalausweises, Reisepasses und Führerscheins, Änderung im Grundbuch – hier werde das Einwohnermeldeamt (EMA) die Daten beim Katasteramt melden, das Grundbuchamt werde dann kostenlos die Daten vom Katasteramt übernehmen, heißt es –, Bankkonten, Trink- und Abwasser (das EMA meldet die Daten an die Wasserverbände), Energie/Gas (das EMA gibt die Daten an die Versorger weiter, Kunden sollten sie bei ihrem Anbieter melden) und Versicherungen (Versicherte im Onlineverfahren oder persönlich melden).

Die neuen Straßennamen stehen schon fest. Nach der Beschlussfassung zur Umbenennung der Straßen wolle die Stadt einen Antrag auf eine einheitliche Postleitzahl bei der Deutschen Post stellen. Laut Schwarz könne die Rückmeldung der Post bis zu einem Jahr dauern. Liegt ein Bescheid vor, würde man erst dann die Straßenumbenennung in Angriff nehmen. Es sei ein langes Prozedere, bis die Straßenumbenennung in der Einheitsgemeinde vollzogen ist, so Schwarz. Am kommenden Mittwoch, 21. Februar, muss erst mal der Stadtrat den Startschuss zur Straßenumbenennung bewilligen.

Von Marilena Berlan

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