Annegret Schwarz blickt auf halbjährige Amtszeit zurück

„Ich setze meine Fußstapfen daneben“

Am 27. Januar 2017 wurde Annegret Schwarz Bismarks neue Bürgermeisterin. Ein halbes Jahr ist vergangen. Stück für Stück arbeitet sie ihre To-do-Liste ab. Foto: Berlan
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Am 27. Januar 2017 wurde Annegret Schwarz Bismarks neue Bürgermeisterin. Ein halbes Jahr ist vergangen. Stück für Stück arbeitet sie ihre To-do-Liste ab.
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Bismark. Am 27. Januar dieses Jahres hat Annegret Schwarz ihr Amt als Bismarks Bürgermeisterin angetreten. Seitdem ist ein halbes Jahr vergangen. Und sie sagt voller Überzeugung: „Mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß.

“ Es sei schon immer ein Lebensziel von ihr gewesen, aktiv mitzugestalten und irgendwann Bürgermeisterin einer Stadt zu werden.

Doch bis es so weit war, absolvierte die studierte Diplomverwaltungswirtin ihre Laufbahn in der Verwaltung. 20 Jahre lang arbeitete sie in der Kommunalaufsicht in Stendal, stand Bürgermeistern beratend zur Seite und leitete das Kreiswahlbüro. Bis sie 2010 als Hauptamtsleiterin und stellvertretende Bürgermeisterin in die Stadtverwaltung nach Bismark wechselte. 2016 stellte sie sich für die Wahl zur Bürgermeisterin auf und gewann. Und zog nahtlos von einem Zimmer des Rathauses ins andere. Dennoch: „Die Arbeit ist anders, aber ich wollte das aus voller Kraft und aus der inneren Überzeugung her-aus“, betont sie im Gespräch mit der AZ. Denn als Bürgermeister einer Gemeinde könne man seine Entscheidungen anders zum Ausdruck bringen und sich dafür einsetzen als in einem anderen Amt.

Sie fühlt sich in Bismark wohl, wird von den Leuten willkommen geheißen und kennt viele. Das sei auch den sechs Jahren als Hauptamtsleiterin zu verdanken. Einen Grund, nach Bismark zu ziehen, sieht sie bis heute nicht. Zu sehr ist sie mit ihrem Heimatort Vielbaum (Seehausen) verbunden. „Man muss nicht in einer Region wohnen, um sich dort wohlzufühlen und für die die Interessen der Bürger einzustehen. Ein Umzug stand auch nach der Bürgermeisterwahl nie zur Diskussion. Denn wenn ich nach Hause fahre, bin ich Anne. Und wenn ich in Bismark bin, dann bin ich die Bürgermeisterin.“

Als sie ihr Amt antrat, erinnert sie sich, wurde sie gefragt, was sie mit diesen großen Fußstapfen machen werde, in die sie trete. Sie antwortete: „Ich trete nicht hinein, sondern setze meine daneben.“ Denn jeder habe, so Annegret Schwarz, seinen Führungsstil und seine Ideen, um die Region voranzubringen.

So möchte sie Voraussetzungen schaffen, damit sich Betriebe in Bismark ansiedeln. Einige Unternehmen hat sie schon besucht, um sich ein Bild zu machen. Der Erhalt der Schulen und Kindereinrichtungen ist ihr wichtig, ebenso die Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern und Ortschaftsräten.

Die Landwirtschaft liegt ihr besonders am Herzen. Zudem wird der Tourismus ein wichtiger Schwerpunkt auf ihrer To-do-Liste sein, wie auch das Thema Wolf, das sie bereits „scharf angefasst“ habe. Am wichtigsten sei, dass man mit ihr offen über alles redet.

Von Marilena Berlan

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