Förderverein aus Halle unterstützt neue Schilder für fünf Ausflugsorte

Hünengrab-Rundweg in Klöden braucht Helfer

„Unsere Steine sind ein Alleinstellungsmerkmal“, lädt Bürgermeisterin Annegret Schwarz (v.l.) mit Mitarbeiterin Cornelia Beindorf sowie Dr. Barbara Fritsch, Stefanie Paschke, Reinhard Kersten und Lothar Mittag zur Großgrab-Tour ein.
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„Unsere Steine sind ein Alleinstellungsmerkmal“, lädt Bürgermeisterin Annegret Schwarz (v.l.) mit Mitarbeiterin Cornelia Beindorf sowie Dr. Barbara Fritsch, Stefanie Paschke, Reinhard Kersten und Lothar Mittag zur Großgrab-Tour ein.

Kläden – Als sich Jäger und Sammler zu Hirten und Bauern weiterentwickelten, also 5500 bis 1800 Jahre vor unserer Zeitrechnung, sorgten diese Altvorderen mit ihrem extrem nachhaltigen Ahnenkult dafür, dass Annegret Schwarz (CDU) noch Jahrtausende danach mit einem Bismarker Mega-Alleinstellungsmerkmal auftrumpfen kann.

Eine Tafel an der Straße nach Grünenwulsch weist zum heidnischen Opferaltar unter dichten Büschen.

Keine Region im Landkreis sei so reich gesegnet an Hünengräbern, wie die Einheitsgemeinde. Fünf von acht Großsteinanlagen im Landkreis befinden sich auf dem Zuständigkeitsgebiet der Vielbaumerin. Und weil es „unsere Steine“ seien, die Bismark und Umgebung besuchenswert machten, habe die Einheitsgemeinde in Zusammenarbeit mit einem Beetzendorfer Beschäftigungsunternehmen und mit tatkräftigen Ehrenamtlichen mit dem Hünengrab-Rundweg auch „kein Einmalprojekt“ initiiert, sondern setze auf „Nachhaltigkeit“.

Die Anlage bei Kläden verfügt über eine ungewöhnliche große Kammer, die trapezförmig ist.

Dass der neue Fokus auf den ältesten sichtbaren Kulturdenkmalen der Ostaltmark möglichst regelmäßig „vor Ort unterstützt“ werde, wünscht sich auch die Gebietsreferentin des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie. Dr. Barbara Fritsch ist Dienstagvormittag extra aus Halle nach Kläden gereist, wo sich an der Kreisstraße in Richtung Grünenwulsch/Grassau recht versteckt unter dichten Büschen ein etwa elf Meter langes Megalithgrab befindet, das eine ungewöhnlich große, trapezförmige Kammer hat. Die Gebietsreferentin hatte im Namen des Fördervereins des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle Interesse am Klädener Geschehen, weil der Verein den Kauf von Hinweisschildern für alle fünf Bismarker Großgräber mit 1250 Euro unterstützt. Hünengrab-Fans werden im Revier von Schwarz auch bei Grassau, Bülitz und Beesewege fündig, sowie in Steinfeld – wo die altmarkweit größte Anlage steht.

Fünf Megalithgräber gibt es auf Bismarker Gebiet. Alle stehen unter Denkmalschutz.

VON ANTJE MAHRHOLD

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