Erstklässler lernen richtiges Verhalten im und am Bus / Erstmalige Aktion von Stendalbus

„Haltestange kein Klettergerüst“

Wieland Kosinski durfte selbst einmal Busfahrer sein und ließ sich von den Einsteigenden begrüßen. Fotos (2): Lange

Dobberkau. Ein Großteil der 13 Erstklässler tut es schon die ganze Woche lang, doch wie man eigentlich richtig Bus fährt, das erfuhren die Jungen und Mädchen gestern vor der Grundschule in Dobberkau.

Kreisverkehrsmeister Thomas Paproth hatte seinen Bus direkt vor dem Schulhof geparkt, mit dem Ziel, die Kinder auf alle Gefahren und das richtige Verhalten beim Busfahren hinzuweisen. Erstmals wird die Aufklärungsaktion in diesem Jahr von Stendalbus bei Abc-Schützen im Landkreis durchgeführt. „Wir haben alle Schulen angeschrieben und wer teilnehmen wollte, hat sich bei uns zurück gemeldet“, erklärte Ulrike Beese von Stendalbus gestern gegenüber der AZ. So hat sich auch die Grundschule Dobberkau dafür angemeldet. „Das war so ein Gedanke von uns, denn für die meisten Kinder ist Busfahren ja was ganz Neues. “.

Einige mussten sich die Ohren zuhalten, denn beim Rausziehen des Nothammers ertönt ein penetrantes Geräusch. Und damit der Hammer nicht in den Ranzen verschwindet, hängt er an einer Leine.

„Wir bleiben stehen und warten ruhig auf den Bus.“ Die Kinder wussten schon ganz genau, was sie an einer Bushaltestelle zu tun haben, dort sei kein Toben und Schubsen erlaubt, ermahnte Paproth. Was passiert, wenn doch mal ein Fuß unter die Busräder kommt, demonstrierte er an einer Kartoffel, die sich nach dem Darüberfahren in „Kartoffelbrei“ verwandelt hatte. Dann ging es hinein in den mit 46 Sitzplätzen ausgestatteten Bus. Und dort durfte Wieland Kosinski einmal selbst Busfahrer spielen, denn die Kinder lernten auch, dass man den Fahrer beim Einsteigen zu begrüßen hat. Für besonderes Interesse sorgten auch die kleinen roten Hammer, die im Notfall die Scheiben zerschlagen können. Beim Herausziehen aus der Halterung hielten sich die meisten die Ohren zu, das machte doch ganz schön Lärm. Und besonders wichtig: „Die Haltestange ist kein Klettergerüst“, erklärte der Fahrer den Kindern und es sollten auch immer beide Hände an der Stange bleiben, sonst könne man sich schnell verletzen, wenn der Fahrer doch mal stark bremsen muss.

Vollbremsung, Halteknopf drücken und die Bedeutung der Hinweisschilder standen auf dem Programm, die Kinder konnten alles fragen. „Und vor allem wird erst über die Straße gegangen, wenn der Bus weggefahren ist.“ Dann sei die Straße auch voll überblickbar, so der Fachmann, der den 13 Jungen und Mädchen alle Informationen samt Bastelbogen noch einmal in die Hand drückte.

Von Bianca Lange

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