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„Haben einige Gäste verloren“

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Von: Lina Wüstenberg

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Gäste und Mitarbeiter der Klädener Senioren-Tagesstätte sind komplett geimpft. Am Mittwoch haben sie dort ihre dritte Impfung erhalten.
Gäste und Mitarbeiter der Klädener Senioren-Tagesstätte sind komplett geimpft. Am Mittwoch haben sie dort ihre dritte Impfung erhalten. © Lina Wüstenberg

Die Mitarbeiter versuchen trotz der coronabedingten Situationen es für die Gäste so normal wie möglich machen. Seit Mittwoch haben auch alle die dritte Impfung erhalten.

Kläden – Auf den Mittwoch hat sich Seniorentagesstätten-Vereinsvorsitzende Diana Wernecke gefreut. Ein mobiles Impfteam des Landkreises wird in das Klädener Schloss gekommen sein, um Mitarbeitern und Gästen eine Booster-Impfung zu verabreichen. „Bei uns sind alle geimpft“, sagt Wernecke und ist froh darüber.

Jedoch auch in der Seniorentagesstätte gilt ein Hygienekonzept. Es stehen diverse Desinfektionsspender bereit. „Die Mitarbeiter tragen alle eine Maske. Bei den Gästen ist es etwas schwieriger. Einige haben Demenz oder eine Depression, sie würden unter der Maske Panik bekommen. Deswegen bin ich froh, dass alle geimpft sind.“ Es wird außerdem darauf geachtet, dass sich nicht so viele fremde Menschen im Haus aufhalten. Deswegen müssen beispielsweise Angehörige entweder einen Impfnachweis mitbringen „oder sie machen vor unseren Augen einen Test“. Auch werden wöchentlich alle Mitarbeiter und Gäste auf das Corona-Virus getestet. Dabei wird versucht, für die Gäste eine gewisse Normalität aufrechtzuerhalten. „Aber als wir nicht spazieren durften, war es schon nicht ganz so einfach für alle“, erinnert sich die Vorsitzende. So musste die Einrichtung auch eine Zeit lang geschlossen werden. Und es war beispielsweise auch schwierig, ehrenamtliche Helfer zu finden.

Durch diese Schließung hatte der Verein Einnahmeverluste. Als die Tagesstätte wieder öffnen durfte, wurde langsam begonnen, tägliche Aufgaben aufzunehmen. Dabei waren die Mitarbeiter zunächst im Wechselbetrieb tätig. „Aber wir haben auch einige Gäste verloren, die nach dieser Zeit nicht mehr wiedergekommen sind oder sogar in ein Heim mussten.“

Von der Politik wünscht sich Wernecke ein schnelleres Reagieren auf die Situation, ein vorausschauendes Handeln sowie klare Vorgaben. Für die Vorsitzende wäre es auch wichtig, dass viel mehr aufgeklärt wird. Dabei wird auch in Kläden auf die Entscheidung bezüglich der neuen Regeln gewartet: „Wir hoffen, dass wir nicht wieder schließen müssen. Das wäre schade um das Zusammensein vor allem jetzt zu Weihnachten.“

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