Monika und Hartmut Motejat feierten gestern 50. Ehe-Jubiläum in Bismark

Vor goldener Hochzeit nochmal ordentlich gepoltert

Monika und Hartmut Motejat feierten gestern ihre goldene Hochzeit. Zugleich erinnerten sie sich daran, was am Tag der Trauung alles schief gelaufen ist. Foto: Lange

bl Bismark. Vor 50 Jahren ging bei der Hochzeit von Monika und Hartmut Motejat so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte.

Nicht nur, dass die Schneiderin das Brautkleid verlor, als sie mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Ankleiden war, es Gott sei dank aber wiedergefunden wurde. Auch einer der Musiker kam beispielsweise erst nach der Trauung, weil er den Ort Grävenitz mit Jävenitz verwechselte und ihm das Glück auch auf dem Weg zum richtigen Ort nicht hold war. Und auch die angekündigte Brautkrone hatte damals eher Ähnlichkeit mit einer Erntekrone, so dass diese erst von der Braut selbst umgebogen werden musste. „Aber deshalb hat es wahrscheinlich so lange gehalten“, lächelt Monika gestern, als sie und ihr Mann ihre goldene Hochzeit begingen. Am Mittwochabend sei sogar noch einmal ordentlich gepoltert worden. Mit Zusammenfegen, so wie damals. Morgen wird das Ehe-Jubiläum in der Bismarker Kirche gefeiert, vor 50 Jahren aber erfolgte die standesamtliche Trauung in Badingen, die kirchliche eben in Grävenitz.

Kennengelernt haben sich die heute 69-Jährige und ihr fünf Jahre älterer Gatte im Konsum in Schäplitz, wo sie als Verkäuferin arbeitete. „Er kam dann immer öfter. Und das ist eben so geblieben“, freuen sich die beiden, während die Gratulantenschar schon am Vormittag nicht abreißen will. Fünf Jahre nach der Hochzeit seien beide dann nach Bismark gezogen, wo Hartmut Motejat in der Brutmaschinenfabrik arbeitete und Monika 1974 den Haushaltswarenladen an der neuen Straße übernahm und sich nach der Wende selbstständig machte. Heute betreibt ihn Doreen Motejat, eine der Schwiegertöchter des Goldpaares. Vier Söhne bekamen die beiden, mittlerweile sind es auch sieben Enkelkinder.

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