Brände bei Döllnitz, Schönebeck und Beesewege

Getreide stand in Flammen

+
Noch 50 Meter bis zur Straße: Die Feuerwalze nimmt an Tempo zu.

Bismark. Es ist schon erstaunlich, wie mutig einige Autofahrer sind, wenn sie von A nach B wollen. So auch am Freitag, als zwischen Bismark und Döllnitz buchstäblich die Luft brannte. Kilometerweit war an diesem Tag die schwarze Rauchsäule in der Region zu sehen.

Um 14.28 Uhr rückten die ersten Feuerwehren aus, doch die Flammen waren nicht mehr zu halten. Nach und nach wurden die wasserführenden Fahrzeuge der Wehren in Döllnitz zusammengezogen. Bismark (fünf Fahrzeuge), Kläden (drei), Könnigde, Meßdorf (zwei), Berkau, Hohenwulsch, Arensberg, Büste und Garlipp sowie Karritz rollten an. Auch die Landwirte waren mit Scheibeneggen auf dem Feld unterwegs, doch die Eggen waren zu schmal. Das Feuer, angepeitscht von starkem Wind, sprang über die Furchen weg.

Der Bismarker Landhandel schickte Grubber samt Traktor und die Feuerwehr tritt den Rückzug an.

Der Landhandel aus Bismark schickte Verstärkung: einen wohl nagelneuen Grubber samt Traktor. Der legte dann auf dem Feld richtig los. In wenigen Minuten war das Feuer bis zur Straße durch das Feld gerast. Schaulustige mussten sich in Sicherheit bringen und manche Autofahrer wollten ernsthaft noch durch den Rauch von Bismark nach Döllnitz fahren. Hätte dort nicht ein Löschfahrzeug nebst Traktor gestanden, wäre das wohl auch passiert.

Kilometerweit war am Freitagnachmittag die schwarze Rauchsäule selbst von Stendal und Kalbe aus zu sehen.

Gegen 16.30 Uhr war das Feuer gelöscht. Wie die Stadtwehrleitung am Einsatzort erzählte, konnte man auf dem 18 Hektar großen Feld nichts mehr machen. Der Wind trieb das Feuer vor sich her bis zur Straße. Dort konnte die Wehren ein Überspringen auf den dortigen Wald verhindern. Im Einsatz waren 17 Fahrzeuge der Stadtfeuerwehr mit 80 Einsatzkräften, dazu noch die freiwilligen Helfer. Nach Einsatzende wurden die abgebrannten Flächen gleich gegrubbert. Wie aus den Reihen der Feuerwehren zu erfahren war, gab es wohl Schwierigkeiten bei der Anfahrt zum Einsatzort. Viele Verkehrsteilnehmer hätten die Sonderzüge der Feuerwehren nicht ernstgenommen oder hätten nicht gewusst, wie sie in den engen Straßen von Bismark für die großen Einsatzfahrzeuge Platz machen sollten.

Auch am Sonnabend waren die Feuerwehren wieder im Einsatz. Erst bei Schönebeck/Natterheide und dann in Beesewege.

Von Maik Bock

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare