Zum Genießen und Wohlfühlen

Uwe Lenz (2.v.r.) eröffnete gestern das Begegnungscafé in der Villa Piel in Meßdorf. Die Bewohner des Integrativen Wohnprojekts in der ehemaligen Schule kellnerten. Foto: Lange

Meßdorf. „Wir haben versucht, unser Versprechen zu halten und können nun wie angekündigt noch im Juni hier eröffnen.“ Uwe Lenz, Geschäftsführer des Sozialtherapeutischen Zentrums Gut Priemern und Ortsbürgermeister von Meßdorf, konnte zur Einweihung des neuen Begegnungscafés auf dem Gelände der ehemaligen Schule in Meßdorf gestern Nachmittag zahlreiche Gäste begrüßen.

Im Roten und Grünen Salon der Villa Piel hatten sie sich an den Tischen niedergelassen und auch die neue Holzterrasse lud bei strahlendem Sonnenschein mit rot leuchtenden Sonnenschirmen zum Verweilen ein. Emsig flitzten die rotgeschürzten Kellner zwischen den Tischen hin und her, nahmen Bestellungen auf und servierten Kaffee und erfrischende Getränke. Die Kellner sind allesamt Bewohner des integrativen Wohnprojektes, das Ende April nach der Sanierung des Meßdorfer Schulgebäudes in demselben eingeweiht wurde. Sie sind erfolgreich Suchttherapierte, die vom Gut Priemern in die Wohngemeinschaften der ersten Etage gezogen sind.

Die Spannung sei groß, wie der Kuchen nun schmeckt, schmunzelte Lenz bei der Begrüßung. „Die meisten kennen noch den Begriff Wiener Melange aus den 50er Jahren, später dann Rondo Melange, als Kaffee. Melange bedeutet Mischung und genau das ist es, was wir hier erreichen wollen.“ Begegnung sei das Ziel des Cafés, ein Austausch zwischen den Bewohnern, auch den Senioren, die das Erdgeschoss bewohnen sollen, und Gästen aus der Umgebung. Jeder ist dort willkommen, Singles, Familien oder auch Menschen, die einsam sind oder Hilfe brauchen. In nächster Zeit soll das Café immer mittwochs von 14 bis 17 Uhr öffnen. Den Kuchen liefert die Bäckerei des Gutes Priemern, so auch gestern, als verschiedene Blechkuchen und Torten zum Verzehr bereit standen.

Unter der Anleitung von Sabine Zierau kümmern sich die Bewohner des Wohnprojektes ab sofort abwechselnd um die Betreuung der Gäste und das Kellnern. Jeder Monat soll auch ein besonderes Thema haben. So steht im nächsten und übernächsten Monat der Apfel im Mittelpunkt. Alles wird sich um verschiedene Apfelkuchen drehen, weil dann die Ernte der Früchte beginnt. Immer verbunden mit zwei Alternativen. Abwechslung wird im Begegnungs-café eben groß geschrieben.

„Wir wollen hoffen, dass der Ansturm von heute auch in den kommenden Wochen noch anhält“, schaut Lenz zuversichtlich in die Zukunft. Eventuell seien in absehbarer Zeit auch kulturelle Veranstaltungen in den Räumen der herrschaftlichen Villa möglich. Doch genaue Pläne dazu gibt es noch nicht.

Von Bianca Lange

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