Drei kreative Ideen erarbeitet

Generationsprojekt: Vom Begegnungscafé bis zur Kunstausstellung

Die Teilnehmer überqueren die Breite Straße.
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Zum ersten Termin des Dialogprojekts „Generationen im Gespräch“ ist der Altersdurchschnitt nicht gerade ausgeglichen gewesen. Dennoch sind einige kreative Ideen dabei herausgekommen, findet Martin Nahrendorf.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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„Uns ging es genau darum, die Generationen, die besonders weit auseinander sind, zusammenzubringen. Dass das nicht ganz einfach wird, war uns schon klar“, betont Martin Nahrendorf, zuständig für Wirtschaftsförderung in der Einheitsgemeinde, im Bezug auf den Projektstart „Generationen im Gespräch“.

Bismark - Mit einem Generationen-Spaziergang durch Bismark wurden die ersten Ideen gesammelt, wie die verschiedenen Altersgruppen näher zusammengeführt und die Stadt wieder belebt werden können (AZ berichtete).

Die Organisatoren informierten nun über die ersten Ideenansätze, die das Treffen hervorgebracht hatte. „Da waren ganz kreative Sachen dabei“, findet Nahrendorf. Drei Gruppen arbeiteten je eine Idee aus und stellten diese vor. Anstöße für ein Begegnungscafé, gemeinsame Arbeitseinsätze zur Begrünung der Stadt und eine Generationen-übergreifende Kunstausstellung entstanden dabei. Alle drei fokussieren sich auf eine Zusammenführung der verschiedenen Altersgruppen, um sie in einen Austausch zu bringen.

Laut Nahrendorf soll es nun mit einem Arbeitstreffen weitergehen. Alle Teilnehmer und auch neu Interessierte sind dazu eingeladen. Dabei sollen die Ideen weiter ausgearbeitet werden, um das Fördergeld des Projekts von 2000 Euro richtig einzusetzen. Einen festen Termin kann der Wirtschaftsförderer von Bismark nicht nennen. Angedacht ist das Treffen aber im November.

Dass zu dem Startschuss vor allem Senioren zugegen waren, will Nahrendorf nicht überbetont sehen. Auch mit Vorfällen und Ruhestörungen will Nahrendorf das bundesweite Projekt nicht in einen Topf werfen. Das hätte nichts miteinander zu tun. „Sicherlich gibt es hier Gruppen von unverbesserlichen jungen Erwachsenen. Aber das war nicht der Anlass“, betont er. Die ältere Generation habe schließlich nichts mit der Randaljugend zu tun. Dabei hatte die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, Annegret Schwarz (CDU), selbst diese Verbindung ins Spiel gebracht. Ihrer Ansicht nach soll „Generationen im Gespräch“ dabei helfen, diese Probleme zu bewältigen (AZ berichtete).

„Wir haben eigentlich gedacht, wir sind ungefähr ausgeglichen“, erklärt Nahrendorf bezüglich der ungleichen Teilnehmerzahlen. So hätten auch die Anmeldungen ausgesehen. Kurzfristig hätten aber ein paar junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren abgesagt. So entstand die Überzahl. Bei dem Generationen-Projekt handelt es sich um eines der ersten Projekte, die Nahrendorf seit seiner Einstellung im vergangenen Frühjahr in Angriff nahm. Er hofft, dass die Teilnehmer kreativ werden und gemeinsame Schnittmengen finden. Der Leerstand in der Stadt Bismark, Vorfälle mit der Jugend und den Standort beliebter bei Familien machen sind Themen, die die Einheitsgemeinde mit dem Dialogprojekt „Generationen im Gespräch“ angeht.

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