Im Fundbüro der Stadt Bismark warten einige vermisste Gegenstände auf ihren Besitzer

Geld und Schlüssel verloren

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Aktuell befinden sich ein Schlüsselbund, eine Zigarettenschachtel mit Geld und Fahrräder in der Obhut des Fundbüros der Stadt Bismark. Sollten sich die Besitzer nicht bei der Stadt melden und die Gegenstände abholen, werden diese womöglich versteigert.

Bismark. Wer kennt solche Situationen nicht: Man war tagsüber unterwegs, kommt nach Hause, greift in die Jackentasche (meist tun das Männer) oder schaut in die Handtasche und stellt erschrocken fest, dass das Portemonnaie fehlt. Keine schöne Situation.

Schließlich hat man dort nicht nur sein Geld. Panik kommt auf. Im Kopf geht man alle möglichen Orte durch, an denen man sich im Laufe des Tages aufgehalten hat. Doch, wo bei der Suche anfangen, wenn man keinen wirklichen Anhaltspunkt hat?.

Manchmal hilft auch ein Besuch beim Fundbüro. Voraussetzung ist natürlich, dass der Finder den vermissten Gegenstand dort abgegeben hat. Ein Versuch ist es trotzdem wert. Und manchmal ist man überrascht, was dort so alles abgegeben wird.

Im Fundbüro des Bismarker Rathauses wurde im vergangenen Jahr auch einiges abgegeben, wenn auch nicht allzu viel, wie Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz festgestellt hat. Zu den Funden gehören ein Schlüsselbund, eine Zigarettenschachtel mit Geld und Fahrräder. Laut der Verwaltungschefin werden die Gegenstände sechs Monate lang im Rathaus aufbewahrt. In diesem Zeitraum kann sich der Suchende melden, müsse aber Art und Aussehen des verlorenen Gegenstandes beschreiben sowie sagen können, wann und wo er die Sache verloren hat. Ein Personalausweis oder Reisepass sollte die Person zur Identitätskontrolle mitbringen.

Meldet sich allerdings keiner, werden die Dinge zur Versteigerung freigegeben. Laut Annegret Schwarz prüft nun die Verwaltung, ob eine Versteigerung in diesem Jahr stattfinden wird. Dabei sei eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen durchaus denkbar. Der daraus resultierende Erlös werde im Haushalt der Einheitsgemeinde vereinnahmt. „Bisher wurde nur einmal eine Vereinnahmung von Bargeld vorgenommen. Dabei handelte es sich um eine von der Polizei im Jahre 2012 übergebene Geldbörse. Der Verlierer hat sich damals nicht gemeldet, somit war der Anspruch nach Ablauf von drei Jahren erloschen“, erklärt Bismarks Bürgermeisterin gegenüber der AZ.

Künftig sollen die vermissten Gegenstände auch im Bürgerkurier und auf der Internetseite der Einheitsgemeinde veröffentlicht werden, verspricht Schwarz.

Von Marilena Berlan

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