Fleißige Helfer machen in Stadt und Umgebung reine

Bismark veranstaltet großen Frühjahrsputz

Die kleinen Helfer lassen den freien Mitarbeiter in die mit Müll gefüllten Eimer gucken.
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Traurig über den Abfall waren Matti(l.), Nell, Paulina, Clara und Benedikt, die am neuen Radweg nach Hohenwulsch die Eimer sehr schnell gefüllt hatten.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Es scheint etwas sauberer um Bismark geworden zu sein, doch der erste Schein trügt. Es gibt immer noch Ecken, da könnten die Anwohner sogar ganze Tage an Arbeit reinstecken. So war der Tenor der gut 25 kleinen und großen Mitmacher am Sonnabend bei der diesjährigen Müllsammelaktion in Bismark und Umgebung.

Bismark - Ab 9 Uhr schwärmten die Helfer von Bismark aus. Immer entlang der Straßen in alle vier Himmelsrichtungen und das meist im Familienverbund, um dem Coronavirus keine Chance zugeben. So kämpften sich René und Anne Zieher in Richtung Döllnitz immer am Straßenrand entlang durchs Gelände. Fazit: Es ist sauberer geworden, aber immer noch liegt vor alle wohl aus den Fahrzeugen geworfener Müll am Straßenrand.

Das Team um Nico Motejat staunte nicht schlecht. Sie fanden einen Leitpfosten fast mitten im Windpark hinter dem Friedhof. Vor allem tief in den Wäldern wurden die Mitmacher schnell fündig, 30 bis 50 Meter mussten sie schon laufen, sogar über den Acker. Von Hydraulikschläuchen im Bündel, Waschmaschinenteilen, Flaschen, in denen einst Gefahrgut war, und vieles mehr wurde gefunden.

Wolfgang und Renate Pieper kämpften sich von der Kreuzung nach Könnigde bis zum Wäldchen vor.

Nach Holzhausen waren Andreas und Angelika Cosmar und ein weiteres Motejat-Team unterwegs. Dort fanden sie auch Flaschen und sogar fast neue Porzellanteller, gut verpackt in einem Beutel. Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe schaute sich in Richtung Kläden um und auch hier gab es Müll über Müll von Autoteilen über Folien bis zu Waschmaschinenteilen. Die jüngsten Mitmacher waren Matti, Nell, Paulina, Clara und Benedikt, die die Straßenränder und den Radweg nach Hohenwulsch absuchten. Die Kinder fanden es gar nicht gut, dass am neuen Radweg überall etwas Weggeworfenes lag. Die Eimer der fünf kleinen Helfer füllten sich sehr schnell mit Papier, Flaschen und vielem mehr.

Auch in der Stadt waren fleißige Helfer unterwegs wie am Kolk, am alten Bahnhof und der Getreidewirtschaft. Die Säcke wurden dort auch bei Wilfried Knacke schnell voll und der große Anhänger füllte sich. Bis um 12 Uhr waren die Mitmacher unterwegs und der zentrale Sammelpunkt war der Carport am Seniorenheim „Neue Heimat“ an der Holzhausener Straße.

Dort wurde dann alles abgelegt von Töpfen, Pfannen, Auto- und Waschmaschinenteilen, Leitpfosten, Campingstuhl, Kleinschrott, Smartphones und vieles, vieles mehr. Weit über 50 Säcke mit Decken, Bekleidung und Müll kamen zusammen.

Der gefundene Leitpfosten vom Windpark hat eine lange Reise hinter sich.

Alles in allem, so war von den einzelnen Teams am Sammelpunkt zuhören, ist es etwas sauberer geworden. Doch über manche Dinge schüttelten sie am Sonnabend nur den Kopf. Beim Betrachten der Straßen aus Bismark hinaus, sieht die Straße nach Holzhausen aus, als ob die letzten Jahre dort überhaupt nichts gemacht worden wäre.

Mal sehen, wie es dann im kommenden Jahr aussieht. Etwas Hoffnung ist am Sonnabend dabei gewesen, dass sich die Menschen in ihrer Einstellung etwas ändern und den Müll auch nicht mehr in die Natur werfen. Der komplette Müll wird nun fachgerecht entsorgt. (mb)

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