Neues Gewerbe zieht ins Schloss Schönfeld / Eröffnung im September

FKK, Sauna und Erotik in historischem Gemäuer

Zwei Löwen flankieren den vorderen Eingang von Schloss Schönfeld. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs befanden sich Park und Gebäude im Besitz derer von Rundstedt. Im September eröffnet in den altehrwürdigen Mauern ein FKK- und Saunaclub. Fotos(2): Lange

Schönfeld. Fünf Jahre stand es leer, jetzt zieht neues Leben ins das Schönfelder Schloss. Ein neues Gewerbe. Vermutlich das Älteste der Welt. Das Tor zum Schloss steht offen, ein Schild weist auf Bauarbeiten auf dem Gelände und im Haupthaus hin.

Doch ein anderes Schild am Eingangstor erregt Aufmerksamkeit. Darauf, rot auf weiß geschrieben: „Hier eröffnet im September ein exklusiver FKK- & Saunaclub“ – mit einem 600 Quadratmeter großen Wellness- und Erotikbereich.

Seit Mai ist das Schloss Schönfeld verkauft und die Umbauarbeiten laufen, erklärt Immobilienmakler Hermann Röpkes telefonisch auf Anfrage der AZ. 1996 hatten Hermann und Martina Röpkes das Gebäude samt Park gekauft und in ein Hotel umgebaut, das 2001 eröffnete, über 15 Zimmer verfügte und Feste für circa 150 Personen ausrichten konnte. Über 15 Zimmer mit Bad soll auch der geplante neue Club verfügen, werben die neuen Besitzer schon im Vorfeld. Drinnen wird bereits seit Wochen emsig gearbeitet, das Schloss neuen Vorstellungen angepasst. Im Frühjahr 2013 soll auch der Außenpool fertiggestellt sein. Innen- und Außensaunen, ein Whirlpool, deutsche und internationale Küche à la carte bis morgens 3 Uhr, ein Massagebereich sowie diskrete Parkplätze und Bereiche komplettieren das neue Angebot im Schloss Schönfeld, das auf dem fast mannshohen Schild angepriesen wird.

Auch Arbeitsplätze können die neuen Besitzer anbieten. Aktuell sind sie noch auf der Suche nach Thekenbedienungen, Technikern, Küchenhelfern und einer Hausdame. Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Verena Schlüsselburg wollte sich zum Verkauf nicht äußern.

Schloss Schönfeld wurde in den Jahren 1873 bis 1875 von der Familie von Rundstedt erbaut. 1945 wurde es im Zuge der von der sowjetischen Besatzmacht angeordneten Bodenreform enteignet und kommunal genutzt. Während die Familie von Rundstedt 1993 ihr landwirtschaftliches Gut zurückkaufte, wurde das Schloss 1996 vom Land Sachsen-Anhalt an die Familie Röpkes verkauft. Von 2003 bis 2007 leiteten die Brüder Ingo und Falk Bassenge das Hotel, das vor allem durch die dort stattfindenden Hochzeiten in der Altmark bekannt wurde.

Von Bianca Lange

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