Virusverdacht erreicht Einheitsgemeinde / Notversorgung in Kindereinrichtungen / Rathaus mahnt Bürger

Familie in Quarantäne: Stadt Bismark rüstet sich weiter gegen Corona

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Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin.

Bismark – „Wir hoffen natürlich, dass dies und alles, was bei uns noch passieren kann und wird, einigermaßen glimpflich ausgeht“, reagiert Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) auf die Nachricht von einem Corona-Verdacht in der Einheitsgemeinde Bismark.

Der Mann und seine Familie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Er befand sich in jenem Bus aus Österreich, in dem auch ein infizierter Mann aus der Hansestadt Stendal saß, der erste bestätigte Fall im Landkreis Stendal überhaupt.

Dass die Menschen Ruhe bewahren und vernünftig miteinander umgehen, sei ihr wichtig. Schwarz sieht die 20 Ortschaften gut aufgestellt. „So weit es eben möglich ist.“ In den kommunalen Kindereinrichtungen ist die Notversorgung eingerichtet, der Nachwuchs von Pflegekräften und anderen bestimmten Berufsgruppen wird betreut. Alle zehn Tagesstätten und zwei Schulhorte sind offen. „Wir wollen die Betreuungsgruppen so klein wie möglich halten und die Kinder nicht an einer zentralen Stelle zusammenführen, wie zunächst geplant“, erläutert Schwarz im AZ-Gespräch.

Die Türen der Stadtverwaltung stehen grundsätzlich offen. Allerdings: Bürger mögen wirklich nur dann im Amt erscheinen, wenn es zwingend notwendig sei und dann auch nur nach einer Terminabsprache, betont Schwarz. Die Leiter kommunaler Einrichtungen und die Bürgermeisterin haben extra eine Whats-App-Gruppe gegründet, um auf die weitere Entwicklung möglichst schnell reagieren zu können. „Und natürlich hole ich regelmäßig meinen Stab, die Amtsleiter, im Rathaus zusammen. Außerdem stehen wir in engen Kontakt zu den Ortsbürgermeistern, dem Landkreis und dessen Gesundheitsamt.“

VON MARCO HERTZFELD

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