Seit fast 20 Jahren in Deutschland unterwegs

Fahrradkantor zu Gast in Kläden: „Die Orgel freut sich schon“

Ein gern gesehener Stammgast: Zum nunmehr 17. Mal spielte Fahrradkantor Martin Schulze auf der Orgel in der Klädener Kirche. Zu den Werken, die er spielte, gab es für die Zuschauer wissenswerte Erläuterungen.
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Ein gern gesehener Stammgast: Zum nunmehr 17. Mal spielte Fahrradkantor Martin Schulze auf der Orgel in der Klädener Kirche. Zu den Werken, die er spielte, gab es für die Zuschauer wissenswerte Erläuterungen.

Kläden – Er ist wieder in der Altmark unterwegs, der Frankfurter Organist Martin Schulze und besuchte wieder einige Kirche in der Region um dort mit seinem Orgelspiel die Besucher zu verzückten.

Seit fast zwanzig Jahren ist Martin Schulze auf dem Fahrrad in Deutschland unterwegs, legt dabei bis zu 15 000 Kilometer im Jahr zurück.

Eigentlich kommt Schulze aus Frankfurt/Oder dort lebt er mit seiner Ehefrau Martina und den Kindern. Doch er kann nicht ohne sein Fahrrad. Vor wenigen Jahren waren Ehefrau Martin noch mit auf Tour, ja sogar als die Kinder noch in die Windel machten und in den Kindergarten gingen. Jetzt im Schulalter kümmert sich Martin um die Kinder und den Haushalt, wenn der Fahrradkantor wieder in die Pedalen tritt.

Am Freitag war er nun nach Gastspielen in Brunau und Kalbe(Milde) wieder in Kläden auf Besuch. Darüber freute sich auch Pfarrer Stefan Kemper-Kohlhase, der zur Orgelandacht am Freitag um 19 Uhr 18 Kirchgänger in Gotteshaus begrüßen konnte. Nach einer kleinen Begrüßung durch Pfarrer Stefan Kemper-Kohlhase erläuterte Martin Schulze (53) die musikalischen Werke, die zur Orgelandacht erklingen werden. Ganz kurzfristig hatte Schulze beschlossen, das ursprüngliche Programm zu ändern. So erklangen Werke von Johann Sebastian Bach, Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger und Hans Friedrich Micheelsen.

Für die Kirchgänger gab es nun ein abwechslungsreiches Konzert mit Werken des Klassizismus, Moderne und das romantische Extravagante. In der seine Begrüßung sagte Kemper-Kohlhase das sich die Orgel schon seit Tagen auf das Konzert wie „Bolle“ freuen würde, denn gerade in den letzten Monaten waren Gottesdienst zwar, angesichts der Corona-Pandemie, erst untersagt und das mit den gegebenen Mitteln des persönlichen Schutzes erlaub, doch singen durfte man nicht und die Orgel erklang auch nicht. Nun erlebten die Besucher zum nunmehr 17. Mal ein Konzert des Frankfurter Fahrradkantors Martin Schulze. Für gut eine Stunde mit Zugabe konnte man in die Musik der letzten zwei Jahrhunderte akustisch eintauchen. Dies solle auch im nächsten Jahr wieder der Fall sein, versprach Martin Schulze. Falls er wieder willkommen sei, wolle er dann wieder einen Abstecher in die Feldsteinkirche machen.  mb

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