„Wo einst die Wiege Treffenfelds stand“

Drei zueinandergehörende Hinkelsteine bilden den „Treffenfeld-Stein“, der von den Kindern gleich als tolle Klettermöglichkeit entdeckt wurde.

Klinke. „Jeder Ort braucht seine Identifikationsfigur“, sagte Stephan Köppe am Sonnabendnachmittag, „etwas womit sich auch die Kinder und Jugendlichen des Ortes identifizieren können.“

Klinke hat so etwas und hat seiner Figur, General Hennigs von Treffenfeld, nun einen Gedenkstein gewidmet. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich zahlreiche Besucher aus Klinke und Umgebung in dem kleinen Ort eingefunden, in dessen Zentrum nun drei zusammengehörige Hinkelsteine stehen. Darauf zu lesen „Generalmajor Joachim Hennings von Treffenfeld – ein Bauernsohn aus Klinke“. Monatelang hatten die Organisatoren, bestehend aus dem Ortschaftsrat Badingen, dem Förderverein der Klinker Feuerwehr und dem Heimatverein aus Könnigde, darauf hingearbeitet.

Hoch zu Ross weihte Generalmajor Hennigs von Treffenfeld den Gedenkstein in Klinke ein. Fotos (3): Lange

Bereits vorher hatte es gemeinsam mit dem Lindstedter Frauenchor einen Gottesdienst gegeben, ein Fenster der örtlichen Kirche schmücken sein Wappen und seine Lebensdaten. Der altmärkische Haudegen von Treffenfeld ließ es sich nicht nehmen, selbst zur Eröffnung in den Ort geritten zu kommen, dorthin, „wo einst die Wiege Treffenfelds stand.“ Doch bevor er gemeinsam mit seinen Mannen hoch zu Ross in Klinke einritt, ertönten zu Ehren des Generals drei Salutschüsse aus fünf Gewehren, wobei sich einige der kleineren Zuschauer vor Schreck die Ohren zuhalten mussten. Ein zersplittertes Glas am Stein brachte auch dem Denkmal den Sekt zum Anstoßen näher.

Ortschaftsratsmitglied Stephan Köppe hatte schließlich die besondere Ehre, die große rote Schleife zu entfernen und den Treffenfeld-Stein offiziell einzuweihen. Kritiker habe es immer mal wieder gegeben, so Köppe, oftmals kamen Fragen auf, ob das Geld nicht besser für andere Sachen verwandt werden sollte. „Doch letztendlich haben alle mitgezogen“, freute er sich. Auch der stellvertretende Bürgermeister der Einheitsgemeinde Bismark, Hans-Eberhard Genz, überbrachte Glückwünsche und eine Hortensie, die vielleicht bald ihren Platz im Ensembel der drei Steine finden wird. Von den Kindern wurde der Treffenfeld-Stein ganz schnell zum neuen tollen Klettergerät auserkoren.

Dann wurde die angekündigte Runde Freibier verteilt, das erste bekam selbstverständlich der Generalmajor selbst. Als kleine musikalische Untermalung wollten auch die Kita-Kinder aus Badingen etwas zum Programm beitragen und präsentierten tolle Lieder. Auch das mittelalterliche Lager des Heimatvereins aus Könnigde zog die Besucher an. Mit dem Schwarzbier „Schwarzer Reiter“ und deftigem Gegrilltem konnte sich die Zeit bis zum Entzünden des Maifeuers und dem Tanz in den Wonnemonat vertrieben werden.

Von Bianca Lange

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