Berkau

Kinder fordern Tempo 30 zurück

Eine Gruppe von Kindern steht an einer Straßenkreuzung und hält selbstgemalte Verkehrschilder als Zeichen des Protestes hoch.
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Wir sind zwar noch klein, aber demonstrieren können wir schon ganz prima: Gleich an der Kreisstraße wird lautstark mit selbst gemachten Schildern für ein neues Tempolimit protestiert.
  • VonMaik Bock
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Die Kinder des Berkauer Regenbogenlandes, eine Kindertagesstätte mitten in der Ortschaft, waren am Freitag auf Wanderschaft durch ihren schönen Ort. Doch die insgesamt drei Runden der Kinder mit ihren Erzieherinnen war nicht der Schönheit des Ortes geschuldet, sondern ihrer und der Sicherheit aller Einwohner von Berkau. „Wir wollen die 30er-Schilder wieder zurück“, so Katrin Becker, Leiterin der Einrichtung, die um 9 Uhr das erste Mal durch Berkau zog.

In einem Protestzug geht es mit dem selbst gebastelten „Schilderwald“ quer durchs Dorf in Richtung Kremkau.

Berkau – Der Förderverein der Kita hatte den Protest vorbereitet, und so gab es am Freitag die erste von mehreren Aktionen der Kinder. Der Hintergrund der Protestaktion ist, dass der Landkreis bei einer Begehung in Berkau, aber auch in anderen Ortschaften, sich entschlossen hatte, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde vor der Kindertagesstätte aufzuheben. Zurzeit sind dort nur die Schilder „Achtung Kinder“ an der Straße angebracht. Laut Polizei und Landkreis sollen diese Schilder höherwertig sein als die demontierten 30iger-Schilder. Das glauben die Menschen im Ort allerdings nicht. Schon als die 30iger-Schilder noch hingen, hätten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an das Tempo gehalten, berichten die Erzieherinnen. Doch jetzt fahren sie nicht mal mehr 50 Kilometer pro Stunde, sondern noch mehr. Auch die Anwohner sind von der Landkreisaktion nicht begeistert. Der Förderverein und vor allem die Kinder möchten, dass vor der Kita die Geschwindigkeit wieder auf 30 heruntergesetzt wird – zur Sicherheit der Anwohner und vor allem der Kinder in Berkau. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, planen der Förderverein und die Kinder in den kommenden Wochen noch weitere Aktionen.

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