Atemschutzgeräteträger trainieren im Brandsimulationscontainer  für den Ernstfall

Einsatz in der „Feuerhölle“

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Im Brandsimulationscontainer wird es dann ordentlich warm, wenn die Übenden die Flammen nicht unter Kontrolle bringen.

mb Bismark. Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Bismark konnten am Wochenende erstmals ein Training in der Brandsimulationsanlage absolvieren und so den Ernstfall „Wohnungs- oder Kellerbrand“ üben. Rund 40 Kameraden aus den Ortsfeuerwehren und Löschgruppen der Stadtfeuerwehr hatten sich dazu im Vorfeld angemeldet.

Nach einer kurzen Vorbereitung steigen die Bismarker Einsatzkräfte auf den Übungscontainer.

Auf dem Hof des Feuerwehr-Fördervereins haben die Atemschutzgeräteträger dabei das Vorgehen bei einem Wohnhaus- oder Kellerbrand unter realitätsnahen Bedingungen geübt. Einmal im Jahr müssen alle Atemschutzträger eine Übungsstrecke absolvieren. Doch was viel sinnvoller und effektiver für die Feuerwehrfrauen und -männer sei, ist die Ausbildung im Brandsimulationscontainer, sagt Stadtwehrleiter Frank Seeler. Das sei seiner Meinung nach der heutigen Zeit angemessen. Und so wurde zum Üben die Anlage samt Bedienpersonal nach Bismark geholt.

Von der Wichtigkeit der Ausbildung überzeugte sich auch Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz, die sich bei den Kameraden am Sonnabend über die Ausbildung informierte und sich ein Bild vor Ort machte.

Und so lief die Übungseinheit ab: Gasbrenner, die an verschiedenen Stellen im Container installiert waren, erhitzen den Innenraum auf eine Temperatur von 200 Grad. Auf dem Dach des Containers haben jeweils zwei Atemschutzträger in Schutzausrüstung gestanden und warteten auf den Einsatzbefehl, um gegen den Brand vorzurücken.

Der Zugang zum Innenraum des Containers erfolgte über eine Klappe von oben. Schon beim Öffnen der Klappe schlugen Flammen entgegen, die die Kräfte vor und beim Hinuntersteigen der Stahltreppe mit Schlauch und Sprühstrahl bekämpfen mussten. Im Innenraum angekommen, gingen sie dann weiter gegen die heftig lodernden Brandherde vor. Nach etwa zehn bis 15 Minuten in der „Feuerhölle“ wurde es den Einsatzkräften dann aber mächtig heiß. Ein Mitarbeiter der Firma „Fire House“ aus Barby hat während der Übung im Nebenraum hinter einer Glasscheibe am Bedienerpult gesessen, mit der er unter anderem die Brenner bedient und sogar kontrollierte Brandgasdurchzündungen, sogenannte „Flashover“, auslösen kann. Wird es seiner Meinung nach zu heiß und damit zu gefährlich für die Feuerwehrleute, regelt er den Gaszufluss herunter und lässt das Feuer ausgehen.

Die Übung im Brandsimulationscontainer war für die Bismarker Stadtwehr eine herausfordernde Ausbildung, aber zugleich auch ein große Erfahrung, aus der alle Beteiligten heil herausgekommen sind.

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