50 Prozent Vorverträge nötig

Einheitsgemeinde geht Kooperation für mehr Breitbandanschlüsse ein

Annegret Schwarz und Hardy Heine unterzeichnen die Vereinbarung.
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Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, und Hardy Heine, Ansprechpartner für kommunalen Glasfaserausbau, freuen sich, nicht lange nach dem ersten Gespräch die Kooperation zu beschließen.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Lange genug mussten Anwohner der vier größten Bismarker Ortschaften bangen. Denn Teile von Bismark, Kläden, Schinne und Meßdorf werden nicht über den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) für den Breitbandausbau gefördert.

Bismark - Dafür kann der ein oder andere nun aufatmen, denn Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) unterschrieb am Mittwoch gemeinsam mit Hardy Heine, Ansprechpartner für den kommunalen Glasfaserausbau, der im Namen von DNS:NET an dem Termin teilnahm, eine Kooperationsvereinbarung, um auch die letzten schwarzen Flecken in der Einheitsgemeinde Bismark zu weißen zu machen.

„Wir haben 2018, 2019 ganz, ganz doll Akquise gemacht mit dem ZBA. Aber wir haben trotzdem schwarze Flecken oder graue, wie man sie jetzt lieber nennt“, erklärte Schwarz. Das solle sich nun mit der Zusammenarbeit ändern. „Die Bürger werden entscheidend beteiligt sein. Mir war wichtig, die Ortsbürgermeister einzuladen.“ Ruth Rothe (Bismark), Manfred Raatz (Kläden), Dorothea Schmalz (stellvertretend für Meßdorf) und Alexander Wunderlich (stellvertretend für Schinne) wohnten der Unterzeichnung bei, um gleich im Anschluss intern zu besprechen, wie die Werbung für die Vorverträge ablaufen soll. Schwarz konnte bereits verraten, dass die Werbung nun in jedem Bürgerkurier stehen wird. „Schinne und Kläden sind schon ganz aktiv dabei“, berichtete sie über die Vertragsabschlüsse.

„In sofern ist das ein historischer Tag heute“, erklärte Heine. Denn über die Vereinbarung sollen weitere 1600 Haushalte an das Breitbandnetz angeschlossen werden. „Nach dem Motto: gleiches Recht für alle.“ Dennoch handele es sich auch bei DNS:NET um ein wirtschaftliches Unternehmen. „Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei.“ 50 Prozent Vorverträge seien das Ziel, um Planungssicherheit für den Bau zu haben. „Das ist eine Investition von um die fünf Millionen. Das ist nicht ohne. Es geht um viel für Sie und uns“, betonte Heine, lobte aber auch, wie schnell die Vereinbarung – angeleitet von ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge – zustande gekommen sei.

„Es gibt keine Kosten für den Stadthaushalt“, stellte Schwarz klar. Die Verwaltung der Einheitsgemeinde stelle für das Großprojekt nur „Manpower“. Sie berichtete aber auch, wie schwierig es war, einen verlässlichen Partner für die Versorgung außerhalb der Breitbandförderung zu finden. „Bismark gilt als wirtschaftlich erschlossen, aber das ist so nicht.“ Bei Gesprächen über die Erschließung des neuen Wohngebiets Süd am Birkenweg habe ein anderer Anbieter gesagt, dass es nicht wirtschaftlich sei. „Wir brauchen das zwingend“, betonte die Bürgermeisterin.

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