„Einen starken Partner gefunden“

Bismarks Jugendzentrum öffnet im Februar: Bürgermeisterin atmet auf

Das Jugendzentrum im Herbst. Das neue Jahr beschert einen anderen Träger. Foto: hertzfeld
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Das Jugendzentrum im Herbst. Das neue Jahr beschert einen anderen Träger.

Bismark – Das drohende Aus ist abgewendet, ein neuer Träger gefunden und der Vertrag inzwischen sogar unterschrieben. Annegret Schwarz fällt ein Stein vom Herzen. Das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in Bismark hat eine Zukunft.

Am 1. Februar werde der Internationale Bund (IB) die Einrichtung so richtig eröffnen. „Natürlich dürfte es eine gewisse Anlaufzeit dauern und vielleicht muss die Organisation auch erst die Werbetrommel rühren. “ Doch die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde ist sich im Gespräch mit der AZ sicher: „Das Ganze wird gelingen. Wir haben einen starken Partner gefunden.“

Dies sei in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis gelungen, wie die CDU-Frau mehrmals unterstreicht. Der IB engagiere sich auch in der mobilen Jugendarbeit. „Das bedeutet, wir haben einen geschlossenen Kreis in der Kinder- und Jugendarbeit. Eine gute Botschaft, die da im zehnten Jahr der Einheitsgemeinde verkündet werden kann.“ Der alte Trägerverein des Jugendzentrums an der Straße der Einheit hatte zum Jahresende das Handtuch geworfen. Mit einem Ärgernis muss auch der IB nun erst einmal leben: Die obere Etage des kommunalen Gebäudes kann nicht wie gewünscht genutzt werden.

„Wir haben das Problem oder besser die Herausforderung im Auge“, beteuert die Bürgermeisterin. Der Brandschutz des Gebäudes, dessen Fassade aus Holz besteht, reicht nicht mehr aus. Die Einheitsgemeinde muss investieren. Zuletzt waren die Kosten für ein solches Projekt im Bismarker Rathaus auf mindestens 150 000 Euro beziffert worden (die AZ berichtete). Ob sich an der Summe etwas ändert, muss sich zeigen. „Wir werden das Thema im Bauausschuss und anderen Gremien besprechen. Fest steht meiner Ansicht nach bereits, dass wir Geld in die Hand nehmen müssen und werden.“

Mindestens 100 Kinder fühlen sich mit der Einrichtung in der Kernstadt in irgendeiner Form verbunden. Schwarz setzt auf den IB, dessen Arbeit in Seehausen und Osterburg ihr ganz gut bekannt sei. „Es wird bei uns vermutlich ein Stück weit eine andere Form der Betreuung als in den Jahren zuvor, allein schon deshalb, weil eben nun erst einmal einige Räume fehlen. Das heißt aber nicht, dass es schlechter werden muss, im Gegenteil.“ Über die Brandschutzmängel möchte Schwarz am liebsten nicht mehr reden. „Wir packen das an und dann ist gut.“ Im vergangenen Frühjahr sei ihr die Misere schon einigermaßen bewusst geworden.

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VON MARCO HERTZFELD  

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