Angler-Ortsgruppe Kläden verfolgt ehrgeizige Pläne für 2012 / Höhepunkt am 8. Juli geplant

Für einen artenreichen Fischbestand

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Norbert Schwellnuss (v.l.), Sigmund Krause und Jörg Schneider am Ufer des Klädener Köhnsees. Zum Tag der offenen Tür sollen sich Interessierte das Geländer anschauen können.

Kläden. Obwohl sich der Köhnsee erst in den vergangenen Jahren zu einem richtigen Angler-Paradies entwickelte, hat die Ortsgruppe Kläden im Anglerverein Stendal zu ihrem 25. Jubiläum Urkunde und Pokal als Auszeichnung „Beste OG im Anglerverein Stendal“ erhalten. Das war 2004.

In diesem Jahr konnten die Petrijünger aus Kläden diesen Erfolg wiederholen. Stolz zeigen der Ortsgruppenchef Norbert Schwellnuss und seine Vorstandsmitglieder, Gewässerwart Jörg Schneider und Kassenwart Sigmund Krause, die Auszeichnungen für den Titel „Beste OG im Anglerverein Stendal 2011“ vor.

Damit die Klädener Ortsgruppe nicht auf der Stelle tritt, haben der Vorstand und die 57 Mitglieder schon neue Pläne. 2012 wird es fast jeden Monat Aktivitäten geben. Ein Schwerpunkt sind die Arbeitseinsätze, jeweils zweimal im Monat März und November. In dieser Hinsicht kann sich Schwellnuss auf seine Mitglieder verlassen, denn in den vergangenen Jahren beteiligten sie sich fast ausnahmslos. Nur selten gab es Ausnahmen. Da sieht die Satzung aber eine finanzielle Entschädigung durch das jeweilige Mitglied vor.

Über diese Einsatzbereitschaft ist Gewässerwart Jörg Schneider froh, hat er doch ehrgeizige Pläne zur Erhaltung der Flora und Fauna rund um das Gewässer Köhnsee. Oberstes Prinzip für ihn und seine Leute ist es, den Köhnsee als Lebensraum zu erhalten und vor Schädigungen zu schützen. Entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Anglerperle Köhnsee soll ein artenreicher gesunder Fischbestand erhalten werden. Zu dem Gewässer als Lebensraum gehören auch beheimatete Tiere und Pflanzen. An jedem zweiten Baum sind deshalb Nistkästen für Vögel angebracht worden, die auch ständig unterhalten werden müssen. Im Biosphärenreservat Köhnsee wird ein naturnaher unbebauter Uferabschnitt als Schutzzone unterhalten. Schneider erklärt, dass auch die Angelplätze stets sauber gehalten werden müssen. Daher wurden in regelmäßigen Abständen rund um den See Mülltonnen aufgestellt. Für Ordnung und Sauberkeit am Köhnsee wird viel getan, aber darauf geachtet, dass die Regeln eingehalten werden.

Auch das gesellige Leben in der Ortsgruppe kommt nicht zu kurz. So wird viermal im Jahr ein Hegefischen veranstaltet. Ortsübergreifende Veranstaltungen haben sich die Klädener Angler in ihrem Terminkalender schon vorgemerkt. So werden sich einige Mitglieder der Ortsgruppe am Vereinsangeln im Mai und am Rolandsangeln im Juni am Stendaler Stadtsee beteiligen. Ein Grillabend ist im Juli vorgesehen. Als absolutes Highlight soll der „Tag der offenen Tür“ am 8. Juli am Köhnsee begangen werden. Da haben Schwellnuss und seine Mitstreiter bereits vor drei Jahren gute Erfahrungen gesammelt. Es soll Eigenwerbung für die Ortsgruppe sein, mit 57 Mitgliedern hat die Anglertruppe zwar bereits eine stattliche Anzahl von Hobbyfischern, trotzdem stehen die Türen für Interessenten jeden Alters offen. Gelände und Vereinshaus können dann besichtigt werden. Geplant sind unter anderem ein Schein- und Wurfangeln. Außerdem können die Besucher lernen, wie Forellen richtig geräuchert werden. Verkostet werden kann natürlich auch.

Optimistisch blicken die Klädener Angelsportler in die Zukunft. Sie sind sich sicher, dass anstehende Probleme gemeinsam in der Gruppe bewältigt werden können. Schwellnuss weist in diesem Zusammenhang auch auf die Hilfe und Unterstützung der Verantwortlichen der Einheitsgemeinde hin, nach seinen Worten findet er hier immer wieder ein „offenes Ohr“.

Von Paul Schaper

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