Richard Schnellbächer aus Hohenwulsch: bester Nachwuchsfliesenleger Ostdeutschlands

Mit Ehrgeiz und Präzision zum Erfolg

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Diesen Sommer legte Richard Schnellbächer (21) seine Gesellenprüfung in Magdeburg ab. Wegen seiner guten Leistung hat ihn die Innung für den Landeswettbewerb der Fliesenleger nominiert.

Hohenwulsch. Richard Schnellbächer aus Hohenwulsch ist der beste Nachwuchsfliesenleger Ostdeutschlands. Und auf diesen Titel ist der 21-Jährige mächtig stolz. Und nicht nur er.

Auch seine Eltern freuen sich mit ihrem Sohn, der einmal den Familienbetrieb Schnellbächer, den einst sein Großvater 1987 gegründet hat und der jetzt von seinem Vater geführt wird, übernehmen wird.

Vor drei Jahren brach der 21-Jährige seine schulische Laufbahn auf dem Gymnasium in Stendal ab und stieg in das Unternehmen seines Vaters als Auszubildender ein. „Ich wollte sowieso nie studieren“, gibt er heute gelassen zu. Seine Fachhochschulreife hat er trotzdem in der Tasche. Im Sommer dieses Jahres absolvierte er seine Gesellenprüfung. Und die verlief so gut, dass die Innung ihn für den Landeswettbewerb der Fliesenleger Sachsen-Anhalts in Halle/Saale nominierte. Anfangs wusste er nicht so recht, ob er daran teilnehmen sollte, wie er im Gespräch mit der AZ verriet. Doch als ihm die Industrie- und Handelskammer Magdeburg versprach, wenn er bei dem Wettbewerb gut abschneidet, seine Weiterbildung als Meister zu finanzieren, war das für den jungen Nachwuchsfliesenleger ein Ansporn mitzumachen. Schließlich fuhr er dahin und gab sein Bestes, auch wenn die gestellten Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu erfüllen, die größte Herausforderung für ihn war. Und trotzdem in Halle machte er seine Sache wieder einmal so gut, dass er zum Bundesleistungswettbewerb nach Sigmaringen in Baden-Württemberg delegiert wurde. Dort belegte er schließlich den siebten Platz. „Klar, es ist nicht die beste Platzierung, aber dort mitmachen zu dürfen ist schon was Besonderes“, sagt er bescheiden.

Der junge Geselle ist nicht nur ehrgeizig, sondern in seinem Handwerk auch sehr präzise und das zeichnet seine Arbeitsweise aus. „Ich bin immer der Meinung, man muss seine Arbeit so machen, wie man es selber gerne haben möchte.“ Schließlich sei die Fliese an der Wand das Letzte, was der Kunde am Ende eines Arbeitstages sieht, sagt er.

Trotz seines errungenen Titels ist Richard mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben. Sein nächstes Ziel: seinen Meister machen, damit er später einmal den Familienbetrieb übernehmen kann.

Von Marilena Berlan

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