Döllnitzerin macht sich für Neffen stark

Diagnose Gehirn-Tumor: „Aber Lukas ist ein Kämpfer“

Lukas Riemer ist mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen.
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Lukas Riemer ist mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen.

Dobberkau – Seine Lehre in Osterburg wollte Lukas Riemer am 1. August beginnen. Doch es ist anders gekommen. Beim 18-Jährigen aus Dobberkau wurde am 3. Juli ein Gehirn-Tumor festgestellt. Der Diagnose folgten neun Operationen und ein Leben im Rollstuhl.

Cornelia König-Balfanz, Tante von Lukas.

Spendenkonto

Raiffeisenbank Kalbe-Bismark

Empfänger Cornelia König-Balfanz

IBAN DE 28 8106 3028 0100 1234 80

BIC GENODEF 1 KAB Verwendungszweck Lukas

Das Ausstellen einer Spendenquittung für das Finanzamt ist nicht möglich.

„Es hat den Jungen wie aus heiterem Himmel getroffen, mit einer solchen Krankheit rechnet doch niemand“, sagt Döllnitzerin Cornelia König-Balfanz, die Tante des 18-Jährigen, verzweifelt. Sie möchte die Eltern und vor allem Lukas unbedingt unterstützen und startet einen Spendenaufruf. „Ich sehe sonst keine anderen Möglichkeiten, keinen anderen Ausweg“, sagt sie der AZ. Ein rollstuhlgerechtes Auto würde der Familie so sehr helfen. Am Sonnabend wird Lukas 19 Jahre alt.

Die Idee zum Aufruf entwickelte sie mit ihrer Schwester Ivonne Riemer, der Mutter von Lukas. Der junge Mann werde wohl immer auf Hilfe angewiesen sein, sagt König-Balfanz. Momentan befindet er sich noch zur weiteren Behandlung und Therapie in Flechtingen. Die Eltern sind gezwungen, ihr Haus in Dobberkau so auszubauen, dass ein Rollstuhl darin bewegt werden kann. „Die Familie lebt auf dem Dorf, die Wege sind erheblich. Da nur ein ganz einfaches Auto vorhanden ist, könnte Lukas nie mitfahren, da er mit Rollstuhl dort erst gar nicht hineinkommt.“ Mit Spenden will Lukas’ Tante erreichen, dass der Familie ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden kann.

Der 3. Juli und die Nachricht der Ärzte veränderten das Leben der Familie. Der Tumor saß genau am Hirnstamm. „Von diesem Tag an fing alles an, schief zu laufen. Die heile Welt brach von heute auf morgen zusammen“, sagt König-Balfanz mit leiser Stimme. Aus einer geplanten Operation wurden neun. „Der Junge hat jede Komplikation mitgenommen.“ Die Döllnitzerin hält kurz inne und fügt schließlich energisch hinzu: „Aber Lukas ist ein Kämpfer und hat die schlimmste Zeit überstanden.“ Auf Hilfe sei ihr Neffe aber eben sein weiteres Leben lang angewiesen. Der Spendenaufruf sei umso nötiger, weil Lukas’ Vater Ingo selbst vor einem Jahr schwer erkrankte und dadurch arbeitsunfähig wurde.

Die Mutter sei seit der Erkrankung täglich bei ihrem Sohn gewesen und konnte in dieser Zeit ebenfalls nicht arbeiten, das Geld fehlt. „Meine Schwester war rund um die Uhr in Magdeburg und wollte Lukas immer möglichst nah sein“, berichtet König-Balfanz. Die Gesamtsituation sei überaus hart, die Belastung der Familie enorm. Ein rollstuhlgerechtes Auto würde allen helfen. Lukas ist in Bismark zur Schule gegangen. Die Diagnose Gehirn-Tumor verhinderte den nächsten Schritt im Leben, den Beginn der Ausbildung. „Egal, wer wie viel geben möchte, jeder Euro zählt“, betont die Tante und hofft auf eine entsprechende Unterstützung durch andere Menschen.

VON MARCO HERTZFELD 

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