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Den Hof voller Geschichten gezeigt

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Von: Lina Wüstenberg

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Bärbel Koslowski hatte vor fünf Jahren die Idee für ein solches Museum. Seitdem begrüßt sie die Gäste auf dem Hof in Schinne. Wie es coronabedingt weiter geht, wird sich im kommenden Jahr zeigen.
Bärbel Koslowski hatte vor fünf Jahren die Idee für ein solches Museum. Seitdem begrüßt sie die Gäste auf dem Hof in Schinne. Wie es coronabedingt weiter geht, wird sich im kommenden Jahr zeigen. © Lina Wüstenberg

Das Familienmuseum Jacobs-Pohl in Schinne baut auf einer langen Geschichte auf und erinnert an vergangene Zeiten. Bärbel Koslowski eröffnet das Museum vor fünf Jahren an dem Geburtstag ihrer verstorbenen Mutter

chinne – Die neunte Sitzung des Schinner Ortschaftsrats fand in einem besonderen Rahmen statt. Die Mitglieder trafen sich an diesem Abend im Schinner Familienmuseum. „Wir wollten eigentlich schon immer hier her“, meinte Ortsbürgermeister Ralf Berlin. Den Mitgliedern des Ortschaftsrats kam bei der Besichtigung des Museums einige Erinnerung hoch. Das Familienmuseum Jacobs-Pohl wurde durch Bärbel Koslowski ins Leben gerufen und befindet sich auf dem Hof, wo sie aufgewachsen ist. Am Dienstag hatte das Museum sein fünfjähriges Bestehen. „Ich habe mich für den Namen Jacobs-Pohl entschieden, weil meine Mutter eine geborene Jacobs ist und ich eine geborene Pohl bin“, erklärt Koslowski.

Sie war gemeinsamer mit den Schinner Frauen im Altmarkhof in Schäplitz „Was es dort gab, das habe ich“, erinnerte sie sich und so ist die Ideen bei ihr entstanden, ein Familienmuseum zu eröffnen. Vieles, was die Besucher auf dem Hof sehen können, stammt von ihrer Mutter Elisabeth Pohl. Der Hof selbst ist schon seit dem 17. Jahrhundert im Familienbesitz und deswegen hat sich auch einiges angesammelt. „Hier gibt es von der Kaiserzeit bis zur Wende alles.“ Daher wollte Koslowski auf dem Hof auch ein Museum aufbauen. Jedoch waren zuvor noch einige Arbeiten notwendig. Die Ställe mussten umgebaut und gereinigt werden. Außerdem wurden die Wände neu hochgezogen und Fenster eingebaut.

Von der Kaiserzeit bis zur Wende

Am 23. November 2016 wurde dann die Eröffnung gefeiert. „Eigentlich wolle ich erst 2017 aufmachen. Aber da meine Mutter 2016 verstorben ist, fand ich es ein passendes Datum.“ Da an diesem Tag ihre Mutter Geburtstag hätte. Nach einem Besuch in dem Museum können die Gäste im ehemaligen Kuhstall gemütlich ein Stück Kuchen essen und Kaffee aus den zahlreichen angesammelten Sammeltassen trinken. Die meisten Besucher kommen von Sportvereine und Fahrradgruppen, „Sie sind auch immer begeistert, was es alles zu sehen gibt“, sagte sie.

In dem Museum gibt es Sammeltassen, Teekannen, alte Werkzeuge, ein Kinderbett und vieles mehr. Die meisten Gegenstände stammen von dem Hof. Jedoch hat sie auch einiges geschenkt bekommen. „Geld verdienen kann man mit dem Museum nicht, aber es der Spaß an der Freude, weswegen ich es mache“, erklärte Koslowski im AZ-Gespräch. In den Wintermonaten hat das Familienmuseum in Schinne nicht geöffnet. Jedoch ab dem Ostermontag, 18. April 2022, steht es wieder für die Besucher zu Verfügung.

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