Daten-Autobahn verbessern

Bismark - Von Ingo Gutsche. Die Situation muss verbessert werden, sind sich die Stadträte der Einheitsgemeinde einig. Der Datentransfer im weltweiten Netz gehe in vielen Ortschaften nur sehr mühsam vonstatten. Die Internet-Nutzer sind die Betroffenen. Fördermittel seien in Aussicht gestellt, um das Problem bei der Wurzel zu packen. Ein Unternehmen möchte ein Funknetz in der Einheitsgemeinde aufbauen.

Die Unterversorgung auf dem Gebiet des schnellen Internets soll in der Einheitsgemeinde bald ein Ende haben. Die Stadträte sprachen sich dafür aus, mögliche Fördermittel in Anspruch zu nehmen, um ein kabelloses Netzwerk zu schaffen.

„Wir haben den Fördermittelantrag gestellt“, sagte gestern stellvertretender Bürgermeister Hans-Eberhard Genz auf AZ-Nachfrage. Damit hat die Verwaltung den zweiten Schritt getan, um die bisher unterversorgten Bereiche mit einer schnellen Daten-Autobahn auszustatten. Für den ersten Schritt zu diesem Vorhaben, das auch gewünschte wirtschaftliche Wachstums-Impulse geben soll, zeichneten die Stadträte auf ihrem jüngsten Treffen verantwortlich, in dem sie die jetzige Situation der Breitbandkommunikation nicht tatenlos hinnehmen aber verbessern wollen. Allerdings seien Fördermittel unabdingbar. Und auf diese hoffen Verwaltung und Internet-Nutzer, die noch nicht auf rasche Verbindungen zurückgreifen können. Die Eigenmittel, um dem Unternehmen „Arche NetVision“, das bereits den Zuschlag für mehrere benachbarte Verwaltungseinheiten erhielt, belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. Die Kommunalaufsicht hätte bereits grünes Licht gegeben – ein Teil der Investitionspauschale komme bei geplanter Ausführung zum Einsatz.

„Zehn MBit wurden uns zugesichert“, informierte Marcus Ruthenbeck, der mit diesen Aufgaben im Bereich der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck vertraut ist, zur Datenübertragungsrate. Damit würden die weißen Flecken in der Einheitsgemeinde „wegradiert“ werden, DSL und damit dann der schnelle Internetzugang Einzug halten. Weitestgehend sei es Richtfunk, der für jene Leistungen sorgen soll. „WLAN ist die einzig wirkliche Alternative zu Kabel-DSL“, sagte Ruthenbeck. Auch in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck wird das besagte Unternehmen tätig. Vor einigen Tagen nahm Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf den Zuwendungsbescheid in Höhe von 265 000 Euro entgegen. Auf diesen hoffen natürlich auch die Verantwortlichen der Einheitsgemeinde Stadt Bismark, um endlich das Problem der zu langsamen Datenübertragung zu lösen. Der Investor biete marktkonforme Preise an, wie Ruthenbeck den Stadtrat informierte.

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