Bürgermeisterin Rothe erinnert an Nachwendeplan

Ortsumfahrt in Bismark nur ausgebremst

Pkw, Lkw und landwirtschaftliches Gerät begegnen sich im Bismarker Zentrum.
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Reichlich Verkehr: Pkw, Lkw und landwirtschaftliches Gerät begegnen sich im Bismarker Zentrum. An mancher Stelle kann es mitunter noch enger werden.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Blechmassen zwängen sich durch das Zentrum. Für Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe ist eine Ortsumfahrung Bismark nicht vom Tisch. Ältere Pläne sollen auf den Tisch und die Möglichkeiten neu diskutiert werden.

Bismark – Als die Ortsbürgermeisterin die Tür zum Bürgerhaus aufschließt, rauschen hinter ihr auf der Breiten Straße gleich drei Lkw auf einmal vorbei. Kurz darauf folgen ein Traktor und ein größeres landwirtschaftliches Gespann. An diesem Vormittag soll sich zudem eine Militärkolonne durch Bismark gedrängt haben. Es sei die schiere Masse an Fahrzeugen, die dem Stadtzentrum zusetze. Mehr denn je wünschten sich gerade die Anwohner eine Ortsumfahrung. „Davon ist schon zu DDR-Zeiten gesprochen worden und nach der Wende, Ende der 90er-Jahre, lag sogar ein Plan auf dem Tisch“, erinnert Ruth Rothe.

Griffbereit habe sie das Papier nicht, doch sollte unbedingt daran angeknüpft werden. „Wenn uns Augen und Ohren nicht trügen, braucht Bismark einfach die Ortsumfahrung.“ Sicherlich müsse noch einmal aktuell und ganz genau gezählt werden, um die Belastung für Mensch und Umfeld besser zu belegen. Als kürzlich auf einer Bundesstraße gebaut worden sei, habe es die Kernstadt der Einheitsgemeinde wieder besonders getroffen. „Massenhaft Holztransporte und anderes mehr, es war zum Verzweifeln“, berichtet die Linke der AZ in dieser Woche. Momentan zeichne sich ein Projekt noch nicht einmal ab.

Der Weg zu einer Ortsumfahrung sei lang und steinig und führe über das Land Sachsen-Anhalt, hatte Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, schon im Frühjahr im AZ-Gespräch eingeschätzt. „Da müssen wir alle ehrlich sein und den Bürgern sagen, es ist ein verdammt hohes Ziel.“ Aktuell quält sich der nicht unerhebliche Verkehr über die Hauptstraßen mitten durch das Zentrum, und die Hauptachse ist an einigen Stellen recht eng. Auch Rothe hat das regelmäßig vor Augen. Bei allen Überlegungen müsse noch beachtet werden, wie sich die Altmark-Autobahn auf die Gegend auswirken werde.

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