Freigabe für Verkehr voraussichtlich Mitte Juli 2021

Brückenbau an der Uchte in Käthen zieht sich

Arbeiter setzen Steine an der neuen Brücke in Käthen.
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Der Brückenkörper in Käthen selbst ist mehr oder weniger fertig. Nun geht es um die Oberfläche und den Anschluss der Straße. Eine Punktlandung kann das Projekt aus momentaner Sicht nicht mehr werden. Die Umstände seien schuld.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Die neue Brücke in der Bismarker Ortschaft Käthen braucht mehr Zeit. Voraussichtlich ab Mitte Juli kann der Verkehr dort rollen. Die Überführung ist auch wichtig für das Hinterland nahe der B 188.

Käthen – Die Bauarbeiten in Käthen dauern wahrscheinlich länger als geplant. Autofahrer müssen sich deshalb noch gedulden und andere Wege nehmen. Die neue Brücke ist so gut wie komplett, Arbeiter widmen sich zunehmend den Anschlussbereichen der Straße. „Trotzdem kann der vereinbarte Fertigstellungstermin voraussichtlich nicht eingehalten werden“, teilt Kreissprecherin Angela Vogel auf AZ-Nachfrage mit. „Die Witterungsbedingungen zum Anfang des Jahres und coronabedingte Lieferschwierigkeiten verzögern die Arbeiten um bis zu circa drei Wochen. Die Verkehrsfreigabe wird somit ungefähr Mitte Juli erwartet.“

Noch im März hatte sich ein Vertreter des Fachamtes optimistisch gezeigt und bei einer Ausschusssitzung davon gesprochen, in der Bismarker Ortschaft am 30. Juni fertig sein zu wollen. „Die Bauarbeiten an der Brücke in Käthen schreiten zügig voran“, gibt sich die Kreissprecherin im Juni auch im Großen und Ganzen zufrieden. Die Überführung selbst ist so gesehen fertig. Und dennoch hakt es, der Zeitplan ist nicht zu halten. Käthen liegt nahe der Bundesstraße 188. Wer die angrenzende Kreisstraße 1056 nimmt, gelangt tiefer in die Einheitsgemeinde und von dort aus auch weiter in den Norden des Landkreises.

Die Arbeiten am Ortsrand laufen seit Herbst. Seitdem ist für Fahrzeuge dort kein Durchkommen mehr. Umleitungen sind ausgeschildert. „Der Ersatzneubau wurde erforderlich, da der Bauzustand der alten Brücke ungenügend und die Verkehrssicherheit gefährdet war“, erinnert Vogel. Wichtig ist eine Überführung nicht zuletzt für die Bewohner selbst. Die Brücke überquert die Uchte und ist die Verbindung zwischen den Ortschaften Käthen und Klinke bis in die Kernstadt Bismark. Das Projekt ist mit insgesamt 990.700 Euro veranschlagt. Voraussichtlich bewege sich die Schlussrechnung auch in diesem Rahmen.

Fast jede Baustelle hat so ihre Eigenheiten. „Die Herausforderung hierbei bestand in der Konstruktion der Brücke, die dem Kurvenbereich anzupassen war. Außerdem befindet sich unmittelbar neben dem Bauwerk eine Eiche, die es zu schützen galt.“ Die alte Brücke stand im selben Bereich. Zuletzt hatte das Bauwerk aus den 1920er-Jahren nur noch miese Prüfnoten bekommen und musste ersetzt werden. Der Landkreis profitiert von Landesgeld. Die neue Überführung im Zuge der K 1056 ist höher und breiter als ihre Vorgängerin. Wer es genau wissen möchte: Von einem Geländer zum anderen sind es neuneinhalb Meter.

Der Landkreis ist übrigens für fast 50 Brücken in östlicher Altmark und Elbe-Havel-Winkel verantwortlich. Die Bauwerke würden regelmäßig auf ihren Zustand kontrolliert und kämen bei Bedarf auf die Sanierungsliste. Das Käthener Projekt stand schon länger auf der Agenda und wurde auch immer wieder einmal in Bismarker Gremien erwähnt. Die Menschen in der Ortschaft hätten einige Zeit auf Veränderungen warten müssen, sagte Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, der AZ vor etwas mehr als einem Jahr. Nun befindet sich das Brückenprojekt zumindest auf der Zielgeraden.

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