Verkehr bereits umgeleitet

Brückenbau beginnt schleichend: Abriss in Käthen für nächste Woche geplant

Um zumindest Fußgängern und Fahrradfahrern den Übergang über die Uchte zu ermöglichen, wurde eine Brücke aus Beton und Holz errichtet.
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Um zumindest Fußgängern und Fahrradfahrern den Übergang über die Uchte zu ermöglichen, wurde eine Brücke aus Beton und Holz errichtet.

Käthen – Stille an der Uchte-Brücke in Käthen. Nur das Plätschern des Wassers und der Wind sind zu hören. Kein Auto kommt die Straße runter. Eine Durchfahrt ist sowieso nicht mehr möglich.

Inzwischen ist die Uchte-Brücke am Ortsausgang Richtung Klinke abgesperrt. FotoS: KRAUSE

Denn abgesperrt ist die Brücke inzwischen für den Neubau, der bereits Mitte Oktober starten sollte. Auch eine provisorische Brücke aus Beton und Holz wurde neben der alten Brücke errichtet und die Baufahrzeuge parken um die Ecke. So richtig Bewegung in das Bauprojekt, das den Landkreis fast eine Million Euro kostet, scheint jedoch nicht zu kommen. Auf Nachfrage der AZ berichtet Sabrina Lamcha im Auftrag des Landkreises von den aktuellen Bauschritten: Sie erinnert daran, dass die Holzbrücke ein bauzeitlicher Fußgängerüberweg sei. Derzeit soll der Straßenasphalt im Baubereich aufgenommen werden. In der kommenden Woche sei der Abbruch der alten Uchte-Brücke geplant. Die Bohrpfähle für die Gründung des Neubaus stellen die Arbeiter Mitte des Monats her.

Am 19. Oktober sollte es losgehen. Zum Startdatum fehlte aber jede Spur von Baufahrzeugen und Arbeitern oder gar einer Absperrung. Autofahrer nutzten weiter die Brücke. Nur die Umleitung war am Ortseingang von der Bundesstraße 188 ausgeschildert (AZ berichtete).

Aus Platzmangel muss der Neubau am Standort der alten Brücke entstehen, was eine Vollsperrung der Kreisstraße 1056 in Richtung Klinke erforderlich macht. Die Umleitung führt von Kläden und Bismark, weiter nach Könnigde und Wollenhagen bis nach Klinke.

Die fast 100 Jahre alte Brücke braucht schon seit einiger Zeit einen Ersatz. Das marode Bauwerk erhielt von den Prüfern zuletzt die Note 3,5. Bei einer 4 müsste es gesperrt werden. Bis Juni 2021 wird das Bauprojekt und damit die Vollsperrung andauern. In dieser Zeit wird der alte Brückenkörper abgebrochen und ein neuer nach aktuellen Vorgaben erbaut. Höher und breiter soll der Neubau werden und dabei Vorgaben des Naturschutzes und möglicher Hochwasserstände der Uchte sowie der Einfügung in das Umfeld entsprechen.

Für die gesamte Baumaßnahme zahlt der Landkreis Stendal 990 000 Euro. Dazu erhielt er zuvor Fördermittel nach dem Gesetz zur Finanzierung des kommunalen Straßenbaus.

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