Investitionen des Landkreises Stendal

Uchtebrücke in Käthen passt zeitlich genau

Arbeiter füllen Beton für ein Widerlager der neuen Brücke in Käthen.
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Die Brücke über die Uchte bei Käthen wächst. Am 9. März 2021 haben Arbeiter das zweite Widerlager gegossen. Der Überbau später soll nicht zuletzt aus Fertigteilen bestehen. Ende Juni sind alle Arbeiten abgeschlossen, so ist zumindest der Plan.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Der Landkreis investiert mehr als zehn Millionen Euro in Straßen und Brücken. Ein Projekt ist die Brücke über die Uchte in Käthen bei Stendal und Bismark. Ende Juni soll die neue Überführung fertig sein.

Käthen – „Das ist die Brücke Käthen. Da wollen wir am 30. Juni fertig sein.“ Thomas Müller, der beim Landkreis für Straßen und Brücken zuständig ist, hat im Fachausschuss die Vorhaben für die nächste Zeit erläutert, Daten genannt und Bilder gezeigt. Für die neue Uchtebrücke in der Bismarker Ortschaft seien allesamt „relativ optimistisch“, dass alles bis zu diesem Termin tatsächlich gelingen könne. Mit der Gründung seien die Arbeiter fertig, die Widerlager würden dieser Tage eingeschalt. „Wir sind also aus dem Gröbsten raus.“

Landkreis investiert insgesamt mehr als zehn Millionen Euro

Die Arbeiten am Ortsrand laufen seit dem Herbst. Seitdem ist für Fahrzeuge dort, wie berichtet, auch kein Durchkommen mehr, der Verkehr ist umgeleitet. Die alte Brücke befand sich im selben Bereich. Zuletzt bekam das Bauwerk aus den 1920er-Jahren nur noch miese Prüfnoten und musste ersetzt werden. Die neue Überführung im Zuge der Kreisstraße 1056 wird höher und breiter. Wer es genau wissen will: Von einem Geländer zum anderen werden neuneinhalb Meter liegen. Kosten der Brücke: 990 700 Euro.

Das Investitionsprogramm der nächsten Jahre ist überschaubar und hat es dennoch in sich. Mehr als zehn Millionen Euro fließen in vier größere Projekte. Neben dem Käthener, Einheitsgemeinde Bismark, sind es drei in der Nachbarschaft im Norden des Landkreises, in der Verbandsgemeinde Seehausen. Für die Ortsdurchfahrt Beuster sind 850 000 Euro eingeplant, für die Ortsdurchfahrt Losse fast 1,4 Millionen Euro. Die Strecke Seehausen – Geestgottberg, parallel zur Bundesstraße, soll etwas mehr als acht Millionen Euro kosten.

Ortsdurchfahrten Beuster und Losse auf dem Zettel

Für Letztgenanntes gibt es laut Müller eine Sonderförderung des Landes, für alles andere eine Kommunalpauschale. Im Bereich Seehausen liefen in letzter Zeit größere Baumaßnahmen, Umleitungen seien dort immer wieder ein Thema. Der Wasserverband lasse in Seehausen arbeiten. Die Bundesstraße stehe auch die nächste Zeit wieder auf der Sanierungsliste des Landes. Und natürlich: „Wir müssen auch an später denken, wenn die Autobahn fertig ist.“ Ist die A 14 einmal gesperrt, muss anderes fit für nötige Umleitungen sein.

Die K 1020 zwischen Seehausen und Geestgottberg wird laut Straßenbauamtschef in Abschnitten saniert, bis 2023 soll alles ausgeführt sein. Wobei der erste Teil, der Bau eines Kreisverkehrs, bekanntlich zurückgestellt wurde und nun 2022 umgesetzt werden soll. Die Ausschreibungen für den zweiten Abschnitt sind derzeit in Vorbereitung, von Mitte Juli bis Ende Oktober dieses Jahres soll gebaut werden. Wer genaue Zahlen mag: Es geht um eine Asphaltstrecke von 3185 Metern Länge und sechseinhalb Metern Breite.

Umleitung für Autobahn: Straße zwischen Seehausen und Geestgottberg

Wer in der Einheitsgemeinde Bismark lebt, kennt vielleicht auch die Ortsdurchfahrten Beuster und Losse. In Beuster, Ortsteil von Seehausen, geht es für den Landkreis Stendal um 322 Meter und Betonsteinpflaster Herbstlaub mit gealterter Oberfläche, das auf Wunsch der Gemeinde verlegt werden solle. Die Erklärung: Der Rest der Strecke befindet sich in Baulast der Kommune, alles soll möglichst gleich aussehen. Sanieren lassen möchte Müller bereits dieser Tage und bis Anfang September 2021.

Die Ortsdurchfahrt Losse (Altmärkische Höhe) sei eine „ganz andere Nummer“. Es geht in die besagte Million hinein. Die Strecke ist mit 832 Metern deutlich länger. Die Bauzeit reicht von Mitte Juli 2021 bis Ende Mai nächsten Jahres. „Wer einmal durch Losse gefahren ist, wird sich an das Pflaster erinnern.“ Die K 1015 verlaufe quasi parallel zur Bundesstraße 189 und werde immer wieder auch für Umleitungen genutzt. Der Landkreis bereitet zurzeit die Ausschreibungsunterlagen für dieses Projekt vor.

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