Frühere GST-Anlage im Umbruch

Bogenschießen: Kremkau setzt auf Spaßfaktor

Auf der einstigen GST-Anlage haben Kremkauer Ziele aus Stroh aufgestellt.
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Im Sommer 2020 hatten Kremkauer das Gelände schon einmal hergerichtet. Ein Zaun fehlt nach wie vor.
  • Marco Hertzfeld
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Zum Volltreffer fehlt der Bogenschießanlage in Kremkau mindestens der Zaun. Eine Privatinitiative in der Bismarker Ortschaft betont den Spaßfaktor. Das Angebot auf der früheren GST-Anlage soll das Dorfleben bereichern.

Die Anlage für Pfeil und Bogen in Kremkau soll nun vor diesem Winter eingezäunt werden. Wollten Interessierte das Areal oberhalb des Sportplatzes in größerem Maße nutzen, sei dies schlichtweg notwendig. „Wir haben uns vor allem in Gardelegen umgehört, wo es gewisse Vorbilder gibt. Und ja, ein Zaun muss her. Das hat vor allem auch versicherungsrechtliche Gründe“, erläutert Enrico Alexander auf Nachfrage. Mitstreiter und er haben das frühere GST-Gelände vor einiger Zeit in privater Initiative vom größten Wildwuchs befreit und ein Stück weit hergerichtet. „Das Ganze soll Kremkau bereichern, ein Angebot sein.“

So richtig zum Zug ist die Bogenschießanlage offenbar noch nicht gekommen. Corona und all die Beschränkungen könnten eine Rolle gespielt haben. Ortsbürgermeister Helmut Block hatte Alexander (beide WgK) und dessen Mitstreiter bei einer Sitzung vor auf den Monat genau einem Jahr für den Einsatz gelobt. Wobei der Ratskollege das Projekt eigentlich noch gar nicht so an die große Glocke gehängt haben wollte. „Nun wissen aber mehr Leute darüber Bescheid“, sagt Alexander und lacht auf. Die Erwartungshaltung könnte nun wieder wachsen. Und natürlich bleibe Sicherheit ein wichtiger Aspekt im Schießsport.

Früher soll dort mit Kleinkalibergewehren geschossen worden sein. Wer es nicht oder nicht mehr kennt: Bei der GST handelte es sich um die Gesellschaft für Sport und Technik, eine paramilitärische Massenorganisation in der DDR. So gesehen haben die Kremkauer abgerüstet, auch sollen Bogen und Pfeile eher dem Spaß dienen und nicht unbedingt dem überlokalen organisierten Wettkampf. Aber wer weiß denn schon, was die Zukunft bringt. Alexander denkt zurzeit erst einmal an das Kremkauer Feuerwehrjubiläum, das dieses Jahr gefeiert werden soll. Dabei könnte durchaus auch Bogenschießen auf dem Programm stehen.

Alles müsse seine Ordnung haben, natürlich. Aus Sicht der Kremkauer wird eine vorhandene Schießanlage nun für das Bogenschießen aktiviert. Sie gehöre zum Sportplatz und sei im Prinzip ja schon immer dagewesen. So ist es bereits bei der Sitzung vor einem Jahr kommuniziert worden. Inwieweit Pfeil und Bogen hinter einem Zaun größer zum Einsatz kommen sollen und können, bleibt abzuwarten. Alexander freut sich jedenfalls über weitere Unterstützung, Tipps zur Ausgestaltung und auch ersten Schießanfragen.

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